Ressourcen

11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

11. Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Es ist der Anspruch von Audi, individuelle Mobilität sicherzustellen. Zugleich begegnen wir als internationaler Konzern den Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes rund um den Globus. Wir arbeiten systematisch daran, Treibhausgase zu reduzieren, Lärm zu vermeiden, Wasser einzusparen, Energie effizienter zu nutzen und den Anteil erneuerbarer Energieträger auszubauen.

Auf der Basis klarer Grundsätze und Managementsysteme ergreift Audi zahlreiche Maßnahmen, um Produkte und Produktionsstätten umweltverträglicher zu gestalten und natürliche Ressourcen zu schonen. Dabei hat Audi alle Prozessschritte von der Entwicklung und Produktion über die Fahrzeugnutzung bis hin zur Entsorgung der Automobile im Blick.

In Übereinstimmung mit den Grundsätzen seiner Umweltpolitik konzentriert sich Audi auf drei wesentliche Handlungsfelder: Klimaschutz, Ressourcenschonung und Gesundheitsschutz. Dabei geht es vor allem darum, Energieverbräuche und damit verbundene Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren sowie wertvolle Ressourcen, wie zum Beispiel Wasser, effizient einzusetzen. Audi schließt Materialkreisläufe soweit möglich, um Abfälle zu verringern. Mithilfe innovativer Verfahren kann Audi den Einsatz gesundheitsgefährdender Stoffe in der Produktion nahezu vermeiden.

Beim Transport von Bauteilen und Automobilen baut Audi auf eine nachhaltige Logistik und verbessert kontinuierlich die Prozesse, um Energie und Ressourcen effizient einzusetzen. Wo immer möglich, setzt Audi auf Verkehrsmittel mit geringen CO2-Emissionen.

Audi war im Jahr 2010 das erste Unternehmen, das auf den CO2-neutralen Schienentransport Eco Plus des Dienstleisters DB Schenker setzte, die sogenannten Grünen Züge. Seit 2010 fahren die Grünen Züge zwischen Ingolstadt und dem Verladehafen in Emden. Auf diese Weise verringerte das Unternehmen allein im Jahr 2014 den Ausstoß von CO2 um insgesamt 7.517 Tonnen. Seit 2012 verkehren die Grünen Züge auch auf der Strecke zwischen Neckarsulm und Emden. Hier konnte Audi im Jahr 2014 CO2-Emissionen in Höhe von 3.926 Tonnen einsparen.

In jährlich erscheinenden Umwelterklärungen dokumentiert Audi den Umsetzungsstand von Maßnahmen und Projekten an den jeweiligen Standorten. Beispielsweise finden sich allein in der Umwelterklärung 2014 für das Werk Ingolstadt rund 40 Einzelmaßnahmen: von der Abfallvermeidung über den Gewässerschutz bis hin zur Reduktion von CO2-Emissionen.

Mehr Informationen:
Kennzahlen Umwelt
Ganzheitliche Bilanzierung
Umweltbilanz Audi TT
Umweltbilanz Audi e-gas project

12. Ressourcenmanagement

12. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat und wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen.

Audi betrachtet die Umweltauswirkungen seiner Fahrzeuge über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Das übergeordnete Ziel ist es, Materialkreisläufe in allen Produktlebensphasen zu schließen. Das setzt voraus, dass wir natürliche Ressourcen effizient einsetzen, Abfälle vermeiden und sekundäre Roh- und Werkstoffe verwenden.

In allen Phasen des Fahrzeuglebens, von der Produktion über die Nutzung bis hin zum Recycling, berücksichtigen wir Potenziale zur Schließung von Stoff- und Materialkreisläufen (Cradle-to-Cradle). So werden beispielsweise bei der Produktion im Presswerk anfallende Metallverschnitte einem automatischen Sortierprozess zugeführt, um Stahl- und Aluminiumverschnitte voneinander zu separieren. Danach können sie mit dem Ziel der Ressourcenschonung erneut verwendet werden.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Verbrauchte Rohstoffe durch Verbau im Fzg. 2014: 2.769.078 t

Stahl- und Eisenwerkstoffe: 50,26 %
Leichtmetalle: 20,83 %
Edelmetalle: < 0,01 %
Polymere und Elastomere: 18,60 %
Prozesspolymere: 1,43 %
sonstige (inkl. nachwachsende Rohstoffe, Papier, Pappe und Karton): 3,13 %
Elektronik: 0,32 %
Betriebsstoffe und Hilfsmittel (Flüssigkeiten): 5,42 %
(Prozentangaben sind auf die zweite Nachkommastelle gerundet)

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Materialkreisläufe

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Kennzahlen Umwelt

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Kennzahlen Umwelt

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Kennzahlen Umwelt

Treibhausgase

13. Klimarelevante Emissionen

13. Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Langfristig hat Audi die Vision, Fahrzeuge vollständig CO2-neutral herzustellen. Dieses Konzept wollen wir, beginnend in Ingolstadt, sukzessive auf andere Standorte übertragen. Daher konzentrieren wir uns, abgesehen von fortlaufenden Prozessoptimierungen, vor allem auf Energiesparmaßnahmen. Ziel ist es, sowohl Anlagen und Gebäude energieeffizient zu planen als auch Logistikabläufe nachhaltig zu gestalten

Unser Ziel ist es, die spezifischen standort- und unternehmensbezogenen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2018 um 25 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 zu senken. An den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm gehen wir noch weiter: Dort soll der Ausstoß von Kohlendioxid im Rahmen der Energieversorgung bis zum Jahr 2020 sogar um 40 Prozent gegenüber 2010 sinken. Aktuell ist das Werk in Ingolstadt bereits zu 70 Prozent CO2-neutral aufgestellt und setzt damit Maßstäbe auf dem Weg zu einer energie- und ressourcenschonenden Produktion.

Unser Handeln konzentriert sich darauf,

1. Energie aus regenerativen Quellen zu gewinnen, zum Beispiel mittels Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Audi Werken,
2. Energie effizient zu nutzen, beispielsweise auf Basis der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung,
3. den Energieverbrauch zu reduzieren, unter anderem durch effiziente Logistik und Produktionsanlagen.

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Standortbezogener Umweltschutz
Kennzahlen Umwelt

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI EN16
Gesamte direkte und indirekte Treibhausgasemissionen nach Gewicht.

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Kennzahlen Umwelt

Leistungsindikator GRI EN18
Initiativen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und erzielte Ergebnisse.

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Kennzahlen Umwelt

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Kennzahlen Umwelt

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Kennzahlen Umwelt

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

Ein Erfassungssystem für Scope-3-Emissionen auf Basis eines Corporate Carbon Footprint nach der Norm ISO 14064 ist bei Audi entwickelt und durch unabhängige Prüfung zertifiziert worden. Aufgrund der komplexen Datenerfassung über den Redaktionsschluss dieses Berichts hinaus wird das Ergebnis der Erhebung erst im Laufe des Monats Juni im jeweiligen Folgejahr an dieser Stelle veröffentlicht, zuerst für das Kalenderjahr 2014.