Ressourcen

11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

11. Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Natürliche Ressourcen werden bei uns als Finanzdienstleister in einem vergleichsweise geringen Umfang beansprucht. Gleichwohl nehmen wir Umweltschutz und Ressourceneffizienz aus betriebsökologischer Sicht sehr ernst. Vor allem beim Gebäudemanagement und bei der Organisation von Dienstreisen kann die Commerzbank direkten Einfluss auf die Umwelt nehmen. Dafür haben wir in Deutschland im Jahr 2008 ein Umweltmanagementsystem in Übereinstimmung mit dem Standard ISO 14001 eingeführt. Alle umweltrelevanten Daten werden vom Umweltmanagement angefordert und in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen qualitätsgesichert sowie anschließend durch DNV GL zertifiziert.

Mehr Informationen zum Umweltmanagement

Wir legen großen Wert auf die Nutzung von umweltverträglichem Papier. Bereits im Oktober 2008 haben wir im Zuge des neuen Markenauftritts einen nachhaltigen Papierstandard für Drucker- und Kopierpapier festgeschrieben. Außerdem verzichten wir auf Papier wo möglich. So werden beispielsweise die Einzelverbindungsnachweise der betrieblichen Handyverträge und die Gehaltsabrechnungen unserer Mitarbeiter nur noch elektronisch bereit gestellt. Auch die Kontoauszüge aller Kunden im Online-Banking gibt es auf Wunsch nur noch digital.
Die berichtete Papiermenge ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 20,3 Prozent angestiegen, da erstmals auch die externen Druckerzeugnisse erfasst wurden. Der Gesamtverbrauch an Papier beläuft sich im Jahr 2014 auf 5.124 Tonnen.

Der Wasserverbrauch im Jahr 2014 betrug 581.841 m3 (2013: 456.287 m3). Der Anstieg um mehr als 27 Prozent resultiert aus der 2014 erstmals erfolgten Erfassung von Brunnenwasser, das an wenigen Standorten im Technikbereich (Klimaanlage, Heizzentrale) eingesetzt wird und dessen Verbrauch 149.957 m3 betrug. An den größeren Standorten findet eine monatliche Kontrolle der Wasser-Verbrauchsmengen statt, sodass bei einem erhöhten Wasserverbrauch Optimierungsmaßnahmen ergriffen werden können.

Zum systematischen Umweltmanagement gehört eine koordinierte und fachgerechte Entsorgung von Abfall mit einem effizienten Recycling nahezu aller Abfallfraktionen. Das 2010 erstellte Abfallkonzept beinhaltet eine Anpassung und Vereinfachung der Entsorgungsprozesse (zum Beispiel die zentrale Entsorgung von Tonern und harten Datenträgern) sowie eine Konzentration auf möglichst wenige, bundesweit tätige Entsorgungsdienstleister. Die Abfallmenge lag 2014 bei 12.672 Tonnen, 96 Prozent davon wurden wiederverwertet oder recycelt.

Direkt beeinflussen wir die Biodiversität durch unsere Geschäftstätigkeit nicht. Dennoch unterstützen wir den Erhalt der Artenvielfalt. So beteiligten wir uns beispielsweise am Forum Biodiversität des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU). Damit verbundene Maßnahmen betreffen nicht das Gebäudeportfolio der Bank, sondern das Bankgeschäft an sich – um Biodiversitätsrisiken und -chancen bei Investitionen und Projektfinanzierungen noch stärker zu berücksichtigen. Im Rahmen des Reputationsrisiko-Managements werden ökologische Risiken einschließlich Biodiversitätsaspekten geprüft.

12. Ressourcenmanagement

12. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat und wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen.

Für die Commerzbank als Finanzdienstleister steht vor allem die Reduktion der betrieblichen Treibhausgasemissionen im Fokus. Daher hat sich die Bank bereits 2009 ein Klimaziel auferlegt, das bis 2011 eine CO2-Reduktion von 30 Prozent gegenüber 2007 vorsah. Dieses Ziel konnte mit einer Reduktion von 52 Prozent im Jahr 2011 deutlich übererfüllt werden. Das neue Klimaziel sieht daher bis 2020 eine CO2-Reduktion von 70 Prozent gegenüber 2007 vor. Ende 2014 lagen die Emissionen bereits um 67,1% unter dem Vergleichswert von 2007.

Weitere Informationen zur Klimastrategie der Commerzbank

Darüber hinaus werden seit Anfang 2013 alle 1.300 Gebäude der Commerzbank AG in Deutschland zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. International lag die Quote 2014 bei 95 Prozent.

Weitere Informationen zum Gebäudemanagement

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Die berichtete Papiermenge ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 20,3 Prozent angestiegen, da erstmals auch die externen Druckerzeugnisse erfasst wurden. Die Menge an Frischfaserpapier ist aus gleichem Grund um 27 Prozent gestiegen. Im November 2013 haben wir für den Einkauf von Kopierpapier neue Standards festgelegt. Rein weißes Papier, das wir für Dokumente zur externen Weitergabe verwenden, muss seither dem PEFC-Standard entsprechen. Unser mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnetes Recyclingpapier für den internen Gebrauch haben wir auf Recyclingpapier mit einem geringeren Weißegrad umgestellt.

Papier und Tonerverbrauch sowie Einsatz von Recyclingpapier bei der Commerzbank AG (Inland)

Leistungsindikator GRI EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Die berichtete Papiermenge ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 20,3 Prozent angestiegen, da erstmals auch die externen Druckerzeugnisse erfasst wurden. Die Menge an Frischfaserpapier ist aus gleichem Grund um 27 Prozent gestiegen. Im November 2013 haben wir für den Einkauf von Kopierpapier neue Standards festgelegt. Rein weißes Papier, das wir für Dokumente zur externen Weitergabe verwenden, muss seither dem PEFC-Standard entsprechen. Unser mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnetes Recyclingpapier für den internen Gebrauch haben wir auf Recyclingpapier mit einem geringeren Weißegrad umgestellt.

Papier und Tonerverbrauch sowie Einsatz von Recyclingpapier bei der Commerzbank AG (Inland)

Leistungsindikator GRI EN3
Direkter Energieverbrauch aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen.

Der direkte Verbrauch von fossilen Brenn- und Treibstoffen hat gegenüber dem Vorjahr um rund 7,2 Prozent abgenommen. Dies liegt hauptsächlich am geringeren Treibstoffverbrauch. Ölheizungen werden nach und nach durch umweltfreundlichere Systeme ersetzt und tragen mittlerweile nur noch in sehr geringem Umfang zum Gesamtenergieverbrauch bei. Ein Grund für die Reduzierung des Erdgasverbrauchs sind Filialkonsolidierungen.

Direkter Energieverbrauch der Commerzbank AG (Inland)

Leistungsindikator GRI EN8
Gesamtwasserentnahme aufgeteilt nach Quellen.

Die Commerzbank verwendet fast ausschließlich Trinkwasser in ihren Gebäuden. Der Wasserverbrauch im Jahr 2014 betrug 581.841 m3 (2013: 456.287 m3). Der Anstieg um mehr als 27 Prozent resultiert aus der 2014 erstmals erfolgten Erfassung von Brunnenwasser, das an wenigen Standorten im Technikbereich (Klimaanlage, Heizzentrale) eingesetzt wird und dessen Verbrauch 149.957 m3 betrug. An den größeren Standorten findet eine monatliche Kontrolle der Verbrauchsmengen statt, sodass bei einem erhöhten Wasserverbrauch unmittelbare Optimierungsmaßnahmen ergriffen werden können.

Leistungsindikator GRI EN22
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Abfall, der im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit anfällt, ist ein wesentlicher Faktor unseres ökologischen Fußabdrucks. 2014 wurden über 96 Prozent der Abfälle der Commerzbank AG einer Wiederverwertung und Recyclingprozessen zugeführt. Dabei entfällt mehr als die Hälfte des Gesamtabfallaufkommens auf Papierabfälle aus dem Bankbetrieb. Seit April 2012 beauftragen wir nur noch einen bundesweit agierenden Entsorgungsdienstleister. Aufgrund der besonderen Umweltrelevanz dieses Dienstleisters für unser Unternehmen wurde hier im Berichtszeitraum ein Umweltaudit durchgeführt. Überprüft wurden neben der Einhaltung der Vertragsbestandteile auch die Rechtskonformität des Entsorgungsprozesses und der Datenschutz sowie weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Umweltleistungen der Commerzbank im Rahmen der Abfallentsorgung.

Abfall der Commerzbank AG (Inland) nach Entsorgungsweg

Abfall nach Fraktionen

Vollständige GRI-Bilanz in unserem CR-Portal

Treibhausgase

13. Klimarelevante Emissionen

13. Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

In unserer Berichterstattung zu Treibhausgasemissionen unterscheiden wir gemäß Green House Gas (GHG)-Protokoll Emissionen nach Scope 1, 2 und 3. Ermittelt werden die CO2-Emissionen der Commerzbank gemäß dem vom Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) entwickelten Standards.

Die Verbrauchsdaten, der Erhebungsmodus und die berechneten CO2-Emissionen werden seit 2009 durch die DNV GL Business Assurance Zertifizierung und Umweltgutachter GmbH extern verifiziert. Die Treibhausgasemissionen gingen 2014 insgesamt um rund 5.633 t CO2-Äquivalent beziehungsweise 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die indirekten Treibhausgasemissionen aus der Energieversorgung konnten wir von 7.059 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2013 auf 6.940 im Jahr 2014 senken.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI EN16
Gesamte direkte und indirekte Treibhausgasemissionen nach Gewicht.

Die Commerzbank ermittelt ihre CO2-Emissionen gemäß den vom Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) entwickelten Standards. Dabei fand das Kennzahlen-Update vom April 2013 Beachtung. In unserer Berichterstattung zu Treibhausgasemissionen unterscheiden wir gemäß Green-House-Gas-(GHG-)Protokoll nach Scope 1 (alle direkten Emissionen), Scope 2 (alle indirekten Emissionen beispielsweise aus der Energieerzeugung von externer Seite), Scope 3 (alle übrigen indirekten Emissionen im Bereich Logistik, Materialverbrauch sowie Ver- und Entsorgung). Die Verbrauchsdaten, der Erhebungsmodus und die berechneten CO2-Emissionen werden seit 2009 durch die DNV GL Business Assurance Zertifizierung und Umweltgutachter GmbH extern verifiziert.

Zum Gesamtrückgang der Treibhausgasemissionen um rund 5.633 t CO2-Äquivalent beziehungsweise 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr trugen verschiedene Faktoren bei. Die Reduzierung der Emissionen bei Erdgas, Heizöl und Fernwärme beruht neben den Filialkonsolidierungen auf dem milden Winter 2014. Die indirekten Treibhausgasemissionen aus der Energieversorgung konnten wir von 7.059 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2013 auf 6.940 im Jahr 2014 senken. Auch die Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter hat Einfluss auf die CO2-Bilanz der Commerzbank. Mit einem Anteil von etwa 29 Prozent trug diese 2014 wesentlich zu unserem Ausstoß von Treibhausgasen bei. Rund 59 Prozent aller Dienstreise-Strecken (AG Inland) wurden mit dem Auto zurückgelegt.

Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) der Commerzbank AG (Inland)

Leistungsindikator GRI EN18
Initiativen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und erzielte Ergebnisse.

Das Klimaziel der Commerzbank, das bis 2020 eine Verringerung der CO2-Emissionen um 70 Prozent gegenüber 2007 vorsieht, ist mit einer CO2-Reduktion von 67,1 Prozent Ende 2014 bereits größtenteils erreicht. Wir konnten unsere indirekten Treibhausgasemissionen aus der Energieversorgung von 7.059 Tonnen CO2-Äquivalenten 2013 auf 6.940 im Jahr 2014 reduzieren. Zusätzlich haben wir Emissionen, die im Rahmen unserer Hauptversammlung im Mai 2014 entstanden sind, durch die Unterstützung der Klimaschutzprojekte „ArBolivia. New Forests for Local Development“ und „MoorFutures“ aus Deutschland ausgeglichen (386,7 Tonnen CO2-Äquivalente). Seit Anfang 2015 arbeitet die Commerzbank klimaneutral, indem alle unvermeidbaren CO2-Emissionen des Geschäftsbetriebs inklusive Pendelverkehr der Mitarbeiter von und zur Arbeitsstätte kompensiert werden. Unsere 2013 überarbeitete Dienstreiserichtlinie schreibt vor, auf die Nutzung des Flugzeugs im Inland weitgehend zu verzichten, öffentliche Verkehrsmittel zu bevorzugen, Mitfahrgelegenheiten zu prüfen und - wo möglich - technische Alternativen wie Video- und Telefonkonferenzen zu nutzen.

Seit März 2015 gilt eine neue Bankwagenrichtlinie, die verstärkt Umweltaspekte berücksichtigt. Ein Bonus-Malus-Modell und die Freigabe zur Bestellung von Elektrofahrzeugen setzen klare Anreize für eine ökologischere Fahrzeugauswahl im Firmenwagenleasing. 2014 lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neubestellungen bei 128 g/km (nach 133 g/km im Vorjahr). Die Commerzbank erwartet, dass dieser Wert aufgrund der neuen Richtlinie weiter sinken wird.

Für die rund 500 Poolwagen der Commerzbank wurde 2014 ein neuer Standard eingeführt: Sukzessive werden die Fahrzeuge auf deutlich verbrauchsgünstigere Modelle mit einem geringeren CO2-Ausstoß umgestellt. So sinken die durchschnittlichen CO2-Emissionen künftig auf knapp unter 100 g CO2/km (von 115 g CO2/km im Jahr 2014). Des Weiteren stehen seit Herbst 2015 neun Elektrofahrzeuge zur Verfügung, mit denen die Commerzbank eigene Erfahrungen im Bereich der Elektromobilität sammelt.

Zudem bieten wir unseren Mitarbeitern mit Fahrrad-Angeboten eine klimafreundliche Alternative zu Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie umfasst neben dem Bikelease-Angebot auch 60 Firmenräder, die wir im Berichtszeitraum an sechs Frankfurter Standorten zur Verfügung gestellt haben.

Bahnreisen der Mitarbeiter sowie die Nutzung der Bahncard haben in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Die Geschäftsfahrten mit der Bahn mit 100 Prozent Ökostrom leisten einen zusätzlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.