Ressourcen

11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

11. Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Der effiziente Umgang mit Strom, Gas und Wasser sowie mit Verbrauchsstoffen spielt in der täglichen Arbeit bei Fraunhofer UMSICHT eine wichtige Rolle. Die im Rahmen der täglichen Forschungstätigkeit bei Fraunhofer UMSICHT verbrauchten Mengen an Strom, Gas und Wasser sowie der Verbrauchsstoffe werden daher erfasst und dienen als Wissensbasis für einen möglichst effizienten Umgang mit den Ressourcen.

Es muss berücksichtigt werden, dass Versuche und praktische Entwicklungstätigkeit in den Laboratorien und Technika zu temporär erhöhten Ressourcenverbräuchen führen. Diese sind nicht zwingend negativ zu werten, da sie oftmals spätere Ressourceneinsparungen ermöglichen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht sinnvoll, die ökologischen Ziele von Fraunhofer UMSICHT ausschließlich an den durch Entwicklungstätigkeit gebundenen Ressourcenaufwendungen auszurichten.

Das Thema Biodiversität wird für die Aktivitäten von Fraunhofer UMSICHT als nicht relevant eingestuft.

Detaillierte Informationen finden Sie im Kapitel Ressourceneffizienz und Umweltschutz auf den Seiten 17 - 20 unseres Nachhaltigkeitsberichts.

12. Ressourcenmanagement

12. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat und wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen.

Fraunhofer UMSICHT setzt vielfältige Maßnahmen zur Ressourceneinsparung um (z. B. Senkung des Papierverbrauchs, Beschaffung von FSC-zertifiziertem Papier, Einsatz von LED-Leuchten, Nutzung von solarer Wärme zur Kühlung). Als verfahrenstechnisches Institut haben wir keine feste Produktion mit dauerhaft ähnlichem oder gleichem Materialeinsatz. Wir forschen gemäß kundenspezifischer Vorgaben. Letztlich dienen unsere Arbeiten dazu, den Materialeinsatz beim Kunden zu optimieren, sein Wissen über die Umweltauswirkungen zu vergrößern oder dazu, gefährliche Substanzen zu substituieren.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Eingesetzte Materialien, wie Computerausstattung und Laborverbräuche werden erfasst. Da Fraunhofer UMSICHT kein produzierendes Unternehmen ist und unsere Versuchsanlagen nicht im Dauerbetrieb laufen, haben wir keinen regelmäßigen Materialeinsatz. Dieser wird bislang nur kostenseitig erfasst.

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

Mit dem Rückgang des Endenergieverbrauchs ist auch der Primärenergieaufwand auf 46,4 Mio MJ/Jahr gesunken.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

Der Frischwasserverbrauch ist in den letzten Jahren trotz zunehmender Anzahl an Mitarbeitenden konstant bei ca. 15 000 m³/Jahr geblieben. 2013 lag der Frischwasserverbrauch bei ca. 14 700 m³.

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Die Abfallmengen werden bei UMSICHT im Rahmen einer Abfallbilanz abfallschlüsselscharf erfasst. Dies ist insbesondere für gefährliche Abfälle relevant, die allerdings nicht regelmäßig im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit anfallen. Für Siedlungs- und Papierabfall sowie Glasabfälle stehen Sammelbehältnisse bereit, die jedoch nicht gewogen werden. Basierend auf den bisherigen Berechnungen lag die Gesamtabfallmenge im Jahr 2012 bei 58 t und bei 79 t im Jahr 2013.

Treibhausgase

13. Klimarelevante Emissionen

13. Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Mit Rückgang des Primärenergieaufwands sind die Treibhausgasemissionen ebenfalls im letzten Jahr rückläufig. Lagen sie 2012 insgesamt bei ca. 2 700 t CO2-Äquivalenten, beliefen sie sich im Jahr 2013 auf knapp 2 500 t CO2-Äquivalente. Von den 2 500 t CO2-Äquivalente wurden 80 Prozent durch den Stromverbrauch, 13 Prozent durch den Erdgasverbrauch und 7 Prozent durch Dienstreisen verursacht.

Die Treibhausgasemissionen pro Mitarbeitendem und Jahr sind seit 2011 von 10,8 t CO2-Äquivalenten/MA auf 10,1 t CO2-Äquivalente/MA in 2012 und 8,1 t CO2-Äquivalente/MA in 2013 gesunken.

Die Treibhausgasemissionen, die durch Dienstreisen verursacht wurden, liegen bei 0,75 t CO2-Äquivalenten/MA im Jahr 2013. Insgesamt wurden 2013 60 Prozent der Dienstreisen mit der Bahn (41 %) und dem ÖPNV (19 %) durchgeführt. In 25 Prozent der Dienstreisen wurde ein Dienstwagen genutzt und in 15 Prozent das Flugzeug. Trotz der dominierenden Nutzung der Bahn wurden fast die Hälfte der zurückgelegten Kilometer geflogen. Der Grund dafür liegt darin, dass einige Projekte Dienstreisen nach Südamerika und Asien erforderten. Die Nutzung von Kraftstoffen führt zu Treibhausgas- und Stickoxidemissionen. Über alle Transportmittel hinweg wurden 2013 etwa 200 t CO2-Äquivalente und 590 kg NOx emittiert. Die durch die Flugreisen verursachten NOx-Emissionen (444 kg) sind deutlich höher als die durch andere Verkehrsträger verursachten NOx-Emissionen. Ziel ist es daher, Inlandsflüge zu reduzieren und verstärkt die Bahn zu nutzen.

Es ist geplant, die Stromversorgung des Instituts auf Ökostrom umzustellen.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

13 % unserer Treibhausgasemissionen (von 2 500 Tonnen CO2-Äquivalenten) wurden durch unseren Erdgasverbrauch verursacht.

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

Im Jahr 2013 stammten 80 % des gesamten Treibhausgasemissionen (von 2 500 Tonnen CO2-Äquivalenten) aus dem Bezug von Elektrizität und fallen damit unter Scope 2 des Greenhouse Gas Protocols.

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

Die Treibhausgasemissionen, die durch Dienstreisen verursacht wurden, liegen im Jahr 2013 bei 202 Tonnen CO2-Äquivalenten. Weitere Treibhausgasemissionen haben wir in diesem Scope nicht erfasst.

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen.

Ergänzung: Unsere gesamten THG-Emissionen sind von 2 700 Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2012 auf 2 500 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2013 gesunken.