Ressourcen

11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

11. Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Rinn. Leitlinie ist die effiziente Nutzung von Primär- und Sekundärrohstoffen sowie der effiziente Energieeinsatz.

Im Lebenszyklus eines Betonsteins werden vor allem in der Vorkette bei Rohstoffabbau sowie Verarbeitung und während der Herstellung natürliche Ressourcen in Anpruch genommen. Während der Nutzungsphase beschränkt sich die Inanspruchnahme von Ressourcen auf die Reinigung der Oberflächen und fällt verhältnismäßig gering aus. Rückbau und Entsorgung bergen hingegen ein hohes Potential durch sortenreines Recycling und vollständige Wiederverwertung die Materialeffektivität signifikant zu erhöhen.

Sämtliche Umwelteinwirkungen werden mit Kennzahlen dokumentiert, nach Input- (z.B. Materialien, Wasser, Energie, Verpackung) und Output-Strömen (z.B. Abfall, Emissionen) getrennt betrachtet und regelmäßig im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.

Weitere Informationen:
Stoffstrom-Management

12. Ressourcenmanagement

12. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat und wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen.

Durch die Energiewende bei Rinn und die konsequente Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen konnte seit 2010 der Anteil erneuerbarer Energieträger auf 57% gesteigert werden. Der spezifische Energieverbrauch wurde um 11,5% reduziert.

Mit der Einführung des Energiemanagementsystems nach DIN EN 50.001 verpflichtet sich das Unternehmen auf eine jährliche Effizienzsteigerung von 2%. Das Unternehmen optimiert kontinuierlich die Produktionsprozesse und setzt neue Verwertungstechnologien ein.

Seit 2014 werden produktionsbedingter Betonbruch wieder dem Herstellungsprozess zugeführt und damit die Materialeffektivität gesteigert. Darüber hinaus ist es Ziel ab 2016 ein Rücknahmesystem für Altpflaster einzuführen und durch sortenreines Recycling die Ressourceneffektivität von Betonstein zu erhöhen.

Weitere Informationen:
Energie

Stoffstrom-Management S. 70-73

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

NHB S. 68-69

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

NHB S. 60-61

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

NHB S. 72

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

NHB S. 68-69

Treibhausgase

13. Klimarelevante Emissionen

13. Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Im Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 legt Rinn eine vollständige CO2-Bilanz nach dem internationalen Standard des Greenhouse Gas (GHG) Protocol vor. Hier werden alle produktionsbedingten sowie indirekte Emissionen aus Mitarbeitermobilität, Dienstreisen, Eingangs- sowie Ausgangslogistik berücksichtigt gemäß Scope 3 des GHG. Durch die Umsetzung der Energiewende bei Rinn hat das Unternehmen seine THG-Intensität seit 2012 um 46% reduziert.

Scope 1: 1.762 Tonnen
Scope 2: 0 Tonnen
Scope 3: 2.210 Tonnen

Gesamt: 3.971 Tonnen

Scope 3 Emissionen der vor- und nachgelagerten Logistik durch Geschäftspartner beträgt 4.709 Tonnen.

Eines unserer Ziele im Nachhaltigkeitsbericht 2012 war es, unsere Energieversorgung schrittweise auf erneuerbare Energiequellen umzustellen. Die Klimatisierung unserer Werke und Bürogebäude war bis 2008 vollständig auf fossile Energieträger angewiesen. Durch die Umsetzung eines neuen Energiekonzepts konnten wir seit 2010 den Anteil erneuerbarer Energien für Heizung und Kühlung von 18 % auf 37 % verdoppeln. Unser Ziel ist es, 2018 bis zu 80 % der Wärme- und Kühlenergie aus regenerativen Quellen zu decken. Bis 2013 wurde der Strombedarf durch den klassischen deutschen Strommix gedeckt. Seit 2014 wird das gesamte Unternehmen an allen Standorten mit Ökostrom aus Wasserkraft und werkseigener Photovoltaik ersorgt. Innerhalb von 5 Jahren haben wir den Gesamtanteil erneuerbarer
Energiequellen von 6 % (2010) auf 57 % (2014) erhöht.

Weitere Informationen:
Energie und Emissionen S. 58-67

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

NHB S. 64-67

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

NHB S. 64-67

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

NHB S. 64-67

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen.

NHB S. 58-63