Ressourcen

11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

11. Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Als Zertifizierungsdienstleister für Umweltmanagementsysteme ist es uns ein besonderes Anliegen, die Umwelt zu schonen und unsere Umweltleistung zu verbessern, etwa durch eine nachhaltige Beschaffung oder das Vermeiden, Verringern und Kompensieren geschäftsbedingter CO2-Emissionen.

Daher veranlasste die Geschäftsführung bereits 2013 eine erste umweltbezogene Input-Output-Analyse der GUTcert. Ergebnisse wurden am Mitarbeiterabend im Herbst 2013 präsentiert. Obwohl wir uns als akkreditierte Zertifizierungsstelle nicht zertifizieren lassen können, haben wir die zum Aufbau eines Umweltmanagementsystems (UMS) entscheidenden ersten Schritte gemeinsam geplant und in die Tat umgesetzt.

In der Input-Output-Analyse wurde deutliche, dass die Reisetätigkeit unserer Auditoren einen wesentlichen Beitrag der CO2-Emissionen der GUTcert ausmachen. Unsere Auditoren werden daher stets angehalten, ihre Reisen umweltfreundlich zu gestalten. Durch gezielte Routenplanung und den regionalen Einsatz von Auditoren versu-chen wir, Dienstreisedistanzen möglichst gering zu halten. Auch werden Reisen nach Möglichkeit kombiniert. Sind zwei oder mehr Auditoren für ein Audit unterwegs, wird i.d.R. nur ein Auto genutzt.

Ausgeschlüsselte Verbräuche über den Berichtszeitraum finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht S. 23ff.

12. Ressourcenmanagement

12. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat und wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen.

Wir haben uns entschieden, die CO2-Emissionen der Reisetätigkeit unserer Auditoren jährlich systematisch zu erfassen, beginnend mit dem Jahr 2013. Die angefallenen Mengen wurden durch den Zukauf von Zertifikaten aus dem Europäischen Emissionshandelssystem (European Union Allowances = EUA) neutralisiert. Die Entscheidung bzgl. der Art der Zertifikate basierte auf der Seriosität der Kompensationsprojekte. Die GUTcert kaufte ausschließlich Zertifikate aus europäischer Kompensation. Als nächsten Schritt planen wir für das Jahr 2015/16 eine Konsolidierung aller CO2 relevanten Daten aus unserem Kerngeschäft zur Berechnung eines vollständigen Corporate Carbon Footprint (CCF).

Um das Umweltbewusstsein unserer Mitarbeiter und Auditoren zu fördern und dadurch wirksame Projekte zur Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks und zur Verbesserung unserer Umweltleistung auf den Weg zu bringen, haben wir uns Umweltziele gesetzt und Maßnahmen beschlossen, von denen einige bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Den konkreten Maßnahmenkatalog dazu finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht S. 24.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Papierverbrauch 2014
A4 Recyclingpapier, Blatt: 150.000
A4 Fotoglanzpapier, Blatt: 1.500

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

Energieverbrauch 2014
Stromverbrauch (kWh/Jahr): 24194
Stromverbrauch (kWh) pro Mitarbeiter: 672
Anteil erneuerbarer Energieträger (%): 100
Heizwärmebedarf (kWh/a): 34.317
Heizwärmebedarf pro Mitarbeiter (kWh/a): 953

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

Wasserverbrauch 2014
Wasserverbrauch gesamt (m³/Jahr): 345,05
Wasserverbrauch (m³) pro Mitarbeiter: 9,58

Wasser wird in der GUTcert in zwei Teeküchen, in der Akademieküche und in den sanitären Anlagen verbraucht.
Der Wasserbedarf steigt jährlich. Auch hier spiegelt sich die steigende Anzahl an Mitarbeitern wider sowie die Zunahme des Seminarbetriebs in der Akademie. Die Zahl der Seminarteilnehmer stieg im Erfassungszeitraum um 45 %.
Hier wurden keine Maßnahmen getroffen, da unsere Einsparpotentiale nur sehr gering sind.

Weitere Informationen dazu im Nachhaltigkeitsbericht S. 20.

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

An jedem Arbeitsplatz sowie in den Besprechungsräumen befinden sich Papierkörbe, die zweimal pro Woche geleert werden. In den Sanitärräumen und Teeküchen stehen Mülleimer zur Verfügung, die ebenfalls zweimal wöchentlich geleert werden. Wenngleich wir bislang nicht in der Lage waren, Abfalltypen und -mengen im Detail zu bilanzieren, legen wir dennoch großen Wert auf eine umweltschonende Abfallentsorgung.

Treibhausgase

13. Klimarelevante Emissionen

13. Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Unsere Emissionen entstehen größtenteils bei den Reisen unserer Auditoren.
Wir halten unsere Mitarbeiter und Auditoren jedoch immer wieder zur Nutzung der Bahn an und bitten darum, insbesondere Pkw-Fahrten nach Möglichkeit zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir seit 2014 im Rahmen unserer Reisekostenvergütungsregeln systematische Anreize für eine ökologische Verkehrsmittelwahl (Bahncard, Differenzierung der km-Pauschale etc.).
Reisen und damit verbundene Emissionen sind nicht vermeidbar. Im Interesse des Umweltschutzes haben wir daher entschieden, die unvermeidbaren CO2-Emissionen aus Reisetätigkeiten zu kompensieren. Die angefallenen Mengen wurden durch den Zukauf von EUA-Zertifikaten neutralisiert (siehe oben).

Wir beziehen unseren Strom aus 100% erneuerbaren Energien, aus Wind-, Biogas- und PV-Anlagen.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

Es liegen z.Z. keine vor.

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

Emissionen aus Stromverbrauch 2014 [kg/a]: 298,35
Emissionen aus Wärmeverbrauch 2014 [kg/a]: 5.422,09

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

Emissionen aus Dienstreisen 2014 [kg/a]: 188.021,19

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen.

Reduzierung von 2013 zu 2014 in Prozent [%]:
Scope 2
Emissionen aus Stromverbrauch: -97,33%
Emissionen aus Wärmeverbrauch: -28,18%
Scope 3
Emissionen aus Dienstreisen: +15,45%
Gesamtemissionen aus Scope 2 & 3: +6,70%