Regeln und Prozesse

5. Verantwortung

5. Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Der Abteilung Corporate Responsibility obliegt die Koordination und strategische Ausrichtung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsleistungen der Commerzbank. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden (CEO) unterstellt. In seinem Verantwortungsbereich liegt auch die Abteilung Reputationsrisiko-Management. Sie überprüft Geschäfte und Produkte insbesondere daraufhin, ob sie mit unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen vereinbar sind und berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat. Mit Nachhaltigkeitsthemen befasst sich auch der Konzernumweltausschuss, in dem sich im Rahmen des Group Operating Committee (GOC) Executives der Bank unter Vorsitz des Chief Operating Officer (COO) austauschen.

6. Regeln und Prozesse

6. Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Die Nachhaltigkeitsstrategie in der Commerzbank wird in verschiedenen Bereichen wie Einkauf und Personal durch konkrete Richt- und Leitlinien implementiert. Für einen näheren Überblick siehe unten KPI (GRI 4.8).

7. Kontrolle

7. Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Ein für uns wesentlicher quantifizierbarer Nachhaltigkeitsindikator ist die Kundenzufriedenheit. Als entsprechende Messgröße dient der Net Promoter Score (NPS), ein international anerkannter Standard zur Bewertung der Kundenzufriedenheit. Monatlich werden rund 14.000 Kunden in einem kurzen Telefoninterview gefragt, ob sie ihre Commerzbank-Filiale weiterempfehlen würden. Dabei werden auch Kundenbeschwerden erfasst und ausgewertet. Die Kunden der Mittelstandsbank befragen wir mindestens einmal im Jahr, ob sie mit der Commerzbank und ihrem Leistungsspektrum zufrieden sind. Die Kundenbefragung im Herbst 2014 fand unter knapp 7.000 Unternehmen statt.

Seit 2008 verfügt die Commerzbank über ein Umweltmanagementsystem, das nach der ISO 14001 zertifiziert ist. Im Rahmen dessen werden regelmäßig alle umweltrelevanten Daten erhoben, analysiert und qualitätsgesichert. Diese Daten werden u.a. jährlich im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht.

Darüber hinaus publizieren wir verschiedene Personalkennzahlen, wie den Anteil von Frauen und Männern, die Anzahl von schwerbehinderten Mitarbeitern, Personalzahlen untergliedert nach Alter oder Nationalität, die Fluktuations- und die Krankheitsquote, die Aus- und Weiterbildungsstunden oder den Anteil der Auszubildenden inklusive der Übernahmequote.

Umwelt- und Personalkennzahlen in der GRI-Bilanz in unserem CR-Portal

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI 4,8
Intern entwickelte Leitbilder, interner Verhaltenskodex und Prinzipien, die für die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/soziale Leistung der Organisation von Bedeutung sind, sowie die Art und Weise, wie diese umgesetzt werden.

Im Bestreben um eine nachhaltige Geschäftstätigkeit setzt die Commerzbank nicht allein auf die Einhaltung geltender Gesetze und externer Vorschriften. Hinzu kommen freiwillige Selbstverpflichtungen wie der UN Global Compact sowie eine Reihe interner Leitlinien, die Mitarbeitern des Unternehmens eine klare Handlungsorientierung geben. Diese Richtlinien beziehen sich auf das Management der ökonomischen und der nicht finanziellen Leistungen der Bank. Hierzu gehören insbesondere die:

- Unternehmenswerte „ComWerte“ (Leistung, Respekt und Partnerschaftlichkeit, Marktorientierung, Teamgeist, Integrität)
- Verhaltensgrundsätze Code of Conduct (bezieht sich wirtschaftskriminelle Handlungen, Interessenskonflikte und Meldesysteme sowie Grundsätze für den Umgang am Arbeitsplatz)
- Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung (in den sechs Dimensionen Gesetzestreue und Transparenz, Verankerung im Kerngeschäft, Sensibilisierung der Mitarbeiter, Stakeholder-Dialog, Bekenntnis zum Global Compact der Vereinten Nationen und stetige Verbesserung)
- Richtlinien und Positionen der Bank für Geschäfte in nachhaltigkeitsrelevanten Themenfeldern
- Umweltleitlinien der Commerzbank
- Einkaufsrichtlinie, die Ethikrichtlinien sowie den Standard für eine nachhaltige Beschaffung einschließt

Diese finden sich im Wortlaut im CR-Portal

Leistungsindikator GRI 4,9
Verfahren des höchsten Leitungsorgans, um zu überwachen, wie die Organisation die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/soziale Leistung ermittelt und steuert, einschließlich maßgeblicher Risiken und Chancen sowie der Einhaltung international vereinbarter Standards, Verhaltensregeln und Prinzipien.

Die von der Abteilung Reputationsrisiko-Management identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats ein.

Als Abteilungen des Konzernbereichs Group Communications liegen Corporate Responsibility, das Reputationsrisiko-Management sowie das Stiftungszentrum im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden. Siehe dazu auch Punkt 4.1.

Die Commerzbank versteht Umweltschutz auch als Führungsaufgabe. Daher tragen alle Führungskräfte - angefangen beim Vorstand - die Verantwortung für die Umsetzung der vereinbarten Umweltziele. Unter Vorsitz von Commerzbank-Vorstand Frank Annuscheit werden im Konzernumweltauschuss im Rahmen des Group Operating Committee regelmäßig Vorgaben und Strategien zum betrieblichen Umweltschutz festgelegt und verabschiedet.

Weitere Informationen zum Umweltmanagement der Commerzbank

Unser Gesundheitsmanagement passt seine Aktivitäten ständig an die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt an. Dabei hilft der Beschäftigtenbeirat Gesundheit. Im Rahmen dieses Beirats diskutieren 45 Mitarbeiter aus nahezu allen Geschäftsfeldern und Konzernbereichen direkt mit dem Personalvorstand und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden die gesundheitlichen Themen, die sie am Arbeitsplatz besonders beschäftigen.

Vollständige GRI-Bilanz in unserem CR-Portal

Anreizsysteme

8. Anreizsysteme

8. Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

2012 haben wir unser Vergütungssystem für Vertriebsmitarbeiter im Privatkundengeschäft umgestellt. Seitdem ist die Zufriedenheit der Kunden mit ihren Filiale ein wesentlicher Steuerungsaspekt: Als entsprechende Messgröße dient der Net Promoter Score (NPS), ein international anerkannter Standard zur Bewertung der Kundenzufriedenheit. Er ist als Zielgröße ein zentraler Bestandteil der variablen Vergütung aller Mitarbeiter und Führungskräfte im Privatkundenvertrieb.

Mitte 2013 verpflichtete sich die Commerzbank zur ethischen Fundierung von Management-Vergütungen. Mit einem gemeinsam mit anderen Unternehmen der Finanzbranche definierten Grundsatzpapier bekennen sich die Unterzeichner zu einer sowohl erfolgs- als auch werteorientierten Führung. Neben betriebswirtschaftlichen Kennziffern findet damit auch die ethische Dimension des Handelns Eingang in die Führungskräftebewertung und -vergütung.

2014 haben wir das System zur Vorstandsvergütung an die neuen regulatorischen Vorgaben angepasst.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI 4,5
Zusammenhang zwischen der Bezahlung der Mitglieder des höchsten Leitungsorgans, der leitenden Angestellten und der Mitglieder der Geschäftsführung (einschließlich Abfindungen) und der Leistung der Organisation (einschließlich der gesellschaftlichen/sozialen und der ökologischen Leistung).

Die neuen Eigenkapitalvorschriften der EU für Finanzinstitute wirken sich auch auf die Vergütungssysteme aus. Deutschland setzt dies in einer Novelle der Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV) um, die bestehende Vorgaben ergänzt beziehungsweise verschärft. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Vergütungssysteme von europäischen Finanzinstituten am langfristigen Erfolg und den Risiken des Unternehmens auszurichten. Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG hat deshalb im Dezember 2014 ein neues Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Kernbestandteile sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten mit einem einheitlichen Zielbetrag.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich zu einer festen Vergütung und zum Sitzungsgeld auch eine variable Vergütung, die an die ausgezahlte Dividende gekoppelt ist. Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2014 keine Dividende gezahlt hat, ist die variable Vergütung für das Jahr 2014 entfallen.

Um die Bedeutung der Kundenzufriedenheit für das Geschäft der Commerzbank zu unterstreichen, hat diese Einfluss auf die variable Vergütung aller Vertriebsmitarbeiter im Privatkundengeschäft.

Mitte 2013 verpflichtete sich die Commerzbank gemeinsam mit der Deutschen Bank, DZ-Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt und HypoVereinsbank zur ethischen Fundierung von Managementvergütungen. Neben betriebswirtschaftlichen Kennziffern findet künftig auch die ethische Dimension des Handelns Eingang in die Führungskräftebewertung und -vergütung. Im Kern geht es darum, die Vergütungssysteme transparent zu gestalten und Fehlanreize auszuschließen.

Die Offenlegung der Vergütung für Mitarbeiter erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts. Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank jährlich veröffentlicht.

Leistungsindikator GRI 4,10
Verfahren zur Bewertung der Leistung des höchsten Leitungsorgans selbst, insbesondere im Hinblick auf die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/ soziale Leistung.

Die Effizienz seiner Arbeit überprüfte der Aufsichtsrat in den vergangenen fünf Jahren dreimal durch einen detaillierten und anonymisierten Fragebogen und einmal durch einen externen Personalberater. Die Ergebnisse der Effizienzprüfungen wurden dem Plenum vorgetragen und dort diskutiert. Die Effizienzprüfung 2014 hat anhand eines Fragebogens stattgefunden. Wir sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient ist und ein hoher Standard erreicht wurde. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt. Ab dem Geschäftsjahr 2015 wird der Aufsichtsrat die Effizienzprüfung mit seiner gemäß § 25d Absatz 11 KWG durchzuführenden Bewertung verbinden und die Prüfung jährlich durchführen.

Stakeholderengagement

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

9. Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Commerzbank versteht den regelmäßigen Austausch mit externen und internen Anspruchsgruppen als Teil ihrer unternehmerischen Verantwortung. Deshalb beteiligen wir uns zum einen an ausgewählten Initiativen, die von außen an uns herangetragen werden, und richten zum anderen eigene Dialogformate aus. Für den Dialog mit der Politik unterhält die Commerzbank Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel. Mit der Initiative „Commerzbank im Dialog“ wurde ein Forum geschaffen, um mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über aktuelle gesellschafts- und wirtschaftspolitische Herausforderungen zu diskutieren. Um die Anliegen unserer Kunden noch stärker in Entscheidungen einzubinden, haben wir im Privatkundensegment einen Kundenbeirat eingerichtet. Mit unseren mittelständischen Kunden stehen wir nicht nur geschäftlich in Kontakt, sondern durch die Studien- und Veranstaltungsreihe „UnternehmerPerspektiven“ auch über eine Vielzahl von Diskussionsveranstaltungen in der Region. Die Anliegen von Mitarbeitern werden durch regelmäßige Befragungen von der Bank abgefragt. Auch mit Nichtregierungsorganisationen stehen wir über diverse Formate im Dialog.

Weiter Informationen zum Dialog mit Interessengruppen

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI 4,16
Ansätze für die Einbeziehung von Stakeholdern, einschließlich der Häufigkeit der Einbeziehung unterschieden nach Art und Stakeholdergruppe.

In ihren Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung verpflichtet sich die Commerzbank zum offenen und konstruktiven Dialog mit ihren Anspruchsgruppen. Diesem Dialog kommt angesichts des Vertrauensverlustes im Zuge der Finanzmarktkrise eine große Bedeutung zu. Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Dialog mit unseren Stakeholdern aktiv zu gestalten und die Ergebnisse im Sinne unserer unternehmerischen Verantwortung zu nutzen. Zu diesem Zweck diskutieren wir beispielsweise mögliche Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt regelmäßig mit Nichtregierungsorganisationen.

Ein weiteres Beispiel ist der 2009 ins Leben gerufene Kundenbeirat unter Schirmherrschaft des Privatkundenvorstandes. Der Kundenbeirat besteht aus 25 ehrenamtlichen Mitgliedern, die unsere Kunden im Segment Privatkunden repräsentieren. Er hat bei allen Themen Einflussmöglichkeiten und Gestaltungsspielräume, wo unsere Kunden die Bank erleben - bei Beratungsleistungen, Produkten und Services. Im direkten Dialog mit Fachexperten der Bank bearbeitet er unterschiedliche Fragestellungen und Themen.

Auch mit unseren Mitarbeitern stehen wir auf vielerlei Wegen im strukturierten Dialog. Neben der Verbesserungsplattform WikIdee nutzen wir Mitarbeiterbefragungen wie den Commerzbank-Monitor. Er befragt alle Mitarbeiter im In- und Ausland. Die jeweiligen Teamergebnisberichte werden im Anschluss den Führungskräften zur Verfügung gestellt, damit sie konkrete Verbesserungen in ihren Abteilungen anstoßen können.

Leistungsindikator GRI 4,17
Wichtige Fragen und Bedenken, die durch die Einbeziehung der Stakeholder aufgeworfen wurden und Angaben dazu, wie die Organisation auf diese Fragen und Bedenken – auch im Rahmen seiner Berichterstattung - eingegangen ist.

2013 haben wir zuletzt die Nachhaltigkeitsthemen hinsichtlich ihrer Relevanz für unsere Stakeholder und unser Unternehmen überprüft. Das Ergebnis ist eine Wesentlichkeitsmatrix, die einen wichtigen Kompass für die Weiterentwicklung der CR-Strategie darstellt. Die für uns und unsere Stakeholder gleichermaßen besonders wichtigen Themen waren vor allem jene aus dem Bereich „Markt und Kunden“ - zum Beispiel Kundenzufriedenheit oder Verbraucherschutz. Da die ökologischen Auswirkungen unseres Bankbetriebs vergleichsweise gering sind, waren die damit verbundenen Themen hingegen weniger bedeutend.

Wir werden unsere Wesentlichkeitsanalyse im Rahmen der Umstellung unserer Berichterstattung auf GRI G4 im nächsten Berichtsturnus 2016 aktualisieren.

Innovationsmanagement

10. Innovations- und Produktmanagement

10. Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Mit dem Projekt Energiewende@Commerzbank haben wir die Grundlage für eine übergeordnete Geschäftsstrategie zu diesem Thema gelegt. Ziel ist es, unseren Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten, aber auch die damit verbundenen Geschäftschancen zu nutzen. Zu den Themen, mit denen sich das Projekt beschäftigt, zählen unter anderem die Weiterentwicklung des Engagements bei der Finanzierung Erneuerbarer Energien sowie ein Modernisierungskredit für Privatkunden. Daneben bietet die Commerzbank ihren mittelständischen Kunden Energieeffizienzberatung in Kooperation mit TÜV-Gesellschaften an. Wird der Energieverbrauch bei der Planung von Investitionen frühzeitig berücksichtigt, können zinsgünstige Förderkredite genutzt werden. Mit ihrer Fördermittelberatung sowie ihrer Strukturierungsexpertise entwickelt die Mittelstandsbank der Commerzbank langfristige Finanzierungslösungen.

Weitere Informationen zu Energiewende@Commerzbank

Zudem wurde 2011 mit WikIdee eine interne Online-Plattform geschaffen, auf der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter gesammelt und diskutiert werden können. Dieses Ideenmanagement ermöglicht es den Mitarbeitern, sich noch stärker an Verbesserungen zu beteiligen und fördert somit die Innovationsfähigkeit der Bank.

Mehr Informationen zum Ideenmanagement der Bank

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI EN6
Initiativen zur Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen mit höherer Energieeffizienz und solchen, die auf erneuerbaren Energien basieren sowie dadurch erreichte Verringerung des Energiebedarfs.

Die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende birgt zahlreiche Herausforderungen - auch für Kunden der Commerzbank. Mit dem bankweiten Projekt „Energiewende@Commerzbank“ wollen wir unseren Beitrag zum Gelingen dieses gesellschaftlichen Zukunftsprojekts leisten und unsere Kunden bei der erfolgreichen Umsetzung der mit der Energiewende verbundenen Aufgaben unterstützen.

Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre ist die Commerzbank in der Finanzierung erneuerbarer Energien aktiv. Das Kreditportfolio des Competence Center Energy umfasste 2014 rund 4,6 Milliarden Euro, nach 4,5 Milliarden Euro im Vorjahr.

2014 hat die Commerzbank die Green Bond Principles der International Capital Market Association unterzeichnet. Diese Leitlinien definieren einen freiwilligen Standard für den Emissionsprozess von Green Bonds. Ziel ist es, die Standardisierung, Integrität und Transparenz im Markt für grüne Anleihen zu fördern. Green Bonds ermöglichen es Investoren, nachhaltige Projekte als Fremdkapitalgeber zu unterstützen.

Darüber hinaus ist die Commerzbank nach wie vor einer der führenden Teilnehmer im europäischen Emissionsrechtehandel.

Leistungsindikator GRI EN26
Initiativen, um die Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu minimieren und Ausmaß ihrer Auswirkungen.

Die ökologischen Initiativen im Rahmen unseres Bankgeschäfts konzentrieren sich auf die Finanzierung von Unternehmen und Projekten, die sich mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Steigerung der Energieeffizienz und der Reduktion von CO2-Emissionen befassen.

Insgesamt vermeiden die von der Commerzbank bis Ende 2014 finanzierten Windenergie-, Solar- und Bioenergieanlagen jährlich Emissionen von 11,2 Millionen Tonnen CO2. Dies entspricht etwa 10,3 Prozent aller CO2-Emissionen, die 2014 in Deutschland durch die Nutzung von regenerativem Strom eingespart werden konnten.

Im Rahmen unseres Reputationsrisiko-Managements prüfen wir alle Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine besondere Rolle spielen. Im Geschäftsjahr 2014 waren das rund 5.000 Bewertungen.

Seit Januar 2015 arbeitet die Commerzbank komplett „klimaneutral“. Unvermeidbare Kohlendioxid-Emissionen kompensieren wir durch Investitionen in Klimaprojekte, die sich über qualitativ hochwertige CO2-Zertifikate finanzieren. Weitere Details zur Klimaneutralität inklusive Kriterien für die Wahl der Projekte sowie Stilllegungsbestätigungen der bisher getätigten Zertifikatekäufe finden sich in unserem Nachhaltigkeitsportal

Leistungsindikator GRI FS11
Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen (z.B. Pensionskassen).

Alle Investmentempfehlungen der Commerzbank durchlaufen einen „Nachhaltigkeitsfilter“. Damit stellen wir sicher, dass wir nicht in Unternehmen investieren, die gegen allgemein anerkannte Prinzipien der Vereinten Nationen verstoßen.

Vermögende Privat- und Firmenkunden können bei der Commerzbank eine individuelle, nachhaltige Vermögensverwaltung vereinbaren, bei der ausschließlich in Einzelwerte investiert wird, die den "Prime Status" der Nachhaltigkeitsratingagentur Oekom Research aufweisen.

Unsere Anlageberatung haben wir 2011 durch eine umfangreiche Nachhaltigkeitsprüfung ergänzt. Um in das Commerzbank-Nachhaltigkeitsdepot aufgenommen zu werden, müssen Aktien einen dreistufigen Filterprozess durchlaufen: Erstens werden alle Unternehmen ausgeschlossen, die gegen bestehende UN-Konventionen verstoßen. So können wir garantieren, dass nicht in Unternehmen investiert wird, die beispielsweise Streubomben produzieren. Zweitens folgt eine Finanzanalyse, um das ökonomische Entwicklungspotenzial der Unternehmen sicherzustellen. Drittens werden die verbleibenden Unternehmen mit Hilfe eines externen Dienstleisters einer Medienanalyse unterzogen, bei der auch Meldungen von Nicht-Regierungsorganisationen miteinbezogen werden. Bei Negativmeldungen zu ökologischen und sozialen Fehlverhalten werden die jeweiligen Unternehmen aussortiert.