Arbeitnehmerrechte

14. Arbeitnehmerrechte

14. Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert.

Im Zuge der Internationalisierung des E.ON-Geschäfts bekennen wir uns bereits seit zehn Jahren zu den Prinzipien des „Global Compacts“ der Vereinten Nationen (United Nations – UN). Ebenso enthält die E.ON-Selbstverpflichtung des Vorstands zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung aus dem Jahr 2006 eine Menschenrechtsklausel.

Mit unserer konzernweit gültigen Leitlinie zu Menschenrechten erkennen wir die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UN“ (AEMR), die Prinzipien des „UN Global Compacts“ sowie die „Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation“ (ILO) an. Unter Berufung auf die korrespondierenden ILO-Konventionen sprechen wir uns darin unter anderem ausdrücklich gegen Kinderarbeit aus.
Schutz der Menschenrechte

Über Mitbestimmungsgremien haben unsere Beschäftigten die Möglichkeit, Einfluss auf die Unternehmensentwicklung zu nehmen. In alle relevanten Prozesse beziehen wir die zuständigen Gremien mit ein. Dabei beachten wir die rechtlichen Erfordernisse, berücksichtigen die unterschiedlichen kulturellen Rahmenbedingungen und entwickeln gemeinsam sozialverträgliche Lösungen.
Personalmanagement
Q&A

Durch unsere vielfältigen Dialogangebote beziehen wir unsere Stakeholder in unternehmerische Entscheidungsprozesse ein. Je nach Themenschwerpunkt nutzen wir verschiedene Beteiligungsformate: Auf interner Seite beteiligen sich – vom Vorstand bis zum Referenten – Beschäftigte zahlreicher Ebenen an den Diskussionen und Workshops rund um die Strategie- und Produktentwicklung.
Unsere Dialoge

Die Einhaltung der Menschenrechte ist für uns an sämtlichen E.ON-Standorten und in gleicher Weise auch für unsere Geschäftspartner in der Lieferkette von Bedeutung und Teil der allgemeinen Geschäftsbedingungen. Mit unseren Richtlinien und den dahinterstehenden Managementprozessen wollen wir Kinderarbeit ausschließen, angemessene Arbeitsbedingungen sicherstellen und ethische Geschäftspraktiken anwenden. Unser Vorgehen beim Schutz der Menschenrechte differenzieren wir je nach Warengruppe und damit verbundenem Risiko. Sollten Zulieferer Defizite aufweisen und vereinbarte Maßnahmen nicht umsetzen, behalten wir uns vor, die Geschäftsbeziehung zu beenden.
Menschenrechtsschutz in der Lieferkette

15. Chancengerechtigkeit

15. Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern.

Mit unserer Personal- (Human Resources – HR-)Organisation und einem vorausschauenden Personalmanagement gestalten wir im gesamten Konzern Bedingungen, die es unseren Mitarbeitern erlauben, ihr individuelles Potenzial voll auszuschöpfen und sich zielgerichtet weiterzuentwickeln. Chancengleichheit und Vielfalt (Diversity) sind in diesem Zusammenhang seit Jahren wichtige Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Bei der Gewinnung und Entwicklung von Fach- und Führungskräften legen wir besonderes Augenmerk auch auf internationale und weibliche Bewerber.

Um Mitarbeiter langfristig und in verschiedenen Lebensphasen an uns zu binden, haben wir zahlreiche Angebote im Bereich Life Balance wie flexible Arbeitszeiten oder Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen aufgesetzt. Wir binden unsere Mitarbeiter in Unternehmensentscheidungen ein und bieten ihnen finanzielle Anreize durch attraktive Vergütungsstrukturen und Nebenleistungen.
Personalverantwortung
Personalmanagement

Basis für die Vergütung aller Mitarbeiter bei E.ON sind Leistung, Erfahrung und der Verantwortungsbereich, der mit der jeweiligen Position einhergeht – damit ist eine Gleichbehandlung von Personen in vergleichbaren Positionen gewährleistet. Eine Unterscheidung nach Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung findet nicht statt.
Q&A

Bei E.ON gilt für den gesamten Konzern, dass unsere Geschäftstätigkeit weder unsere Mitarbeiter noch die unserer Partnerfirmen oder die Öffentlichkeit gefährden darf. Deshalb verfolgen wir einen präventiven Ansatz im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety & Environment – HSE). Den Rahmen bildet die Business-Governance-Konzernrichtlinie „HSE-Management“. Sie verpflichtet alle regionalen Einheiten dazu, Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsysteme gemäß dem internationalen Standard OHSAS 18001 einzuführen.
Präventives Sicherheitsmanagement

16. Qualifizierung

16. Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen.

Vielfältige Talente zu gewinnen, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten zielgerichtet weiterzuentwickeln und sie über attraktive Arbeitsbedingungen langfristig an uns zu binden – dies sind übergeordnete Ziele der Personalarbeit bei E.ON. Um das kreative Potenzial gemischter Teams freizusetzen und gut ausgebildeten Frauen attraktive Perspektiven zu bieten, haben wir uns 2010 klare und quantifizierbare Ziele im Bereich Vielfalt (Diversity) gesetzt, darunter konkrete Zielmarken zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Diese haben wir auch in unserem Arbeitsprogramm 2012–2015 festgehalten:

• Von 2010 bis 2020 wollen wir den Anteil von Frauen in Führungspositionen konzernweit mehr als verdoppeln.
• Als konkrete Wegmarke haben wir uns für Deutschland eine Steigerung ausgehend von 9,5 Prozent im Jahr 2011 auf 14 Prozent bis 2016 gesetzt (Ausgangspunkt 2010: 8,6 Prozent).
Personalverantwortung

Im Zuge des demografischen Wandels steigt nicht nur der Altersdurchschnitt unserer Mitarbeiter, sondern auch der ihrer Angehörigen. Im Fall der Pflegebedürftigkeit eines Familienmitglieds bietet E.ON Rahmenbedingungen, die dem Anspruch an eine moderne Personalpolitik gerecht werden.
Personalmanagement

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungindikator EFFAS S03-01
Altersstruktur und -verteilung (Anzahl VZÄ nach Altersgruppen).

< 30 Jahre: 17 %
31–50 Jahre: 55 %
> 50 Jahre: 28 %
Q&A

Leistungindikator EFFAS S10-01
Anteil weiblicher VZÄ an der Gesamtmitarbeiterzahl.

Anteil Frauen an der Gesamtbelegschaft: 28,8 %

Leistungindikator EFFAS S10-02
Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen im Verhältnis zu gesamten VZÄ in Führungspositionen.

Anteil Frauen in Führungspositionen: 15,8 %

Leistungindikator EFFAS S02-02
Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr.

Ausgaben für Trainings pro Mitarbeiter: 1.044 €

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Bei E.ON erfolgt die Berichterstattung der Unfallzahlen über folgende Kennzahlen:

• Total Recordable Injury Frequency (TRIF) – Anzahl der arbeitsbedingten Unfälle und Berufserkrankungen mit und ohne Ausfalltage
• Lost Time Injury Frequency (LTIF) – arbeitsbedingte Unfälle mit Ausfallzeiten
Beide Indikatoren werden sowohl für E.ON-Mitarbeiter als auch für Vertragspartner berichtet. Geprüft wurden jeweils nur die Zahlen für E.ON-Mitarbeiter.

Anstatt einer Aufteilung nach Regionen findet eine Aufteilung nach Reporting Units statt.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Präventives Sicherheitsmanagement
Regionale Aktivitäten

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

In Ländern, in denen Gewerkschaften Mitarbeiter direkt vertreten, sind Arbeitsschutzthemen in Vereinbarungen mit eingeschlossen.

Präventives Sicherheitsmanagement
Gesundheitsförderung

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Die Aufwendungen für Weiterbildungen des E.ON-Konzerns beliefen sich im Jahr 2014 auf 1.044 Euro pro Mitarbeiter gemessen in Vollzeitäquivalenten (Vorjahr: 1.047 Euro).
Aufgrund der schrittweisen Überführung der Weiterbildungsangebote und dahinter liegenden Prozesse in den „Globalen Lernkatalog“ (IT-System) im Laufe des Jahres 2014 konnte mit den zur Verfügung stehenden Daten noch keine verlässliche Angabe zur durchschnittlichen Anzahl an Weiterbildungstagen für den gesamten E.ON-Konzern für das Jahr 2014getroffen werden.

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Eine Aufteilung nach Mitarbeiterkategorie erfolgt nicht.

Aufteilung der Mitarbeiter nach Geschlecht, Vertragsart, Altersgruppe, Nationalität:
Q&A Nachhaltigkeitsbericht
Personalverantwortung

Zusammensetzung des Aufsichtsrats:
83 % männlich, 17 % weiblich

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Zurzeit ist keine Angabe zur Gesamtzahl von Diskriminierungsvorfällen möglich.
Schutz der Menschenrechte

Menschenrechte

17. Menschenrechte

17. Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen für die Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden.

Die Einhaltung der Menschenrechte ist für uns an sämtlichen E.ON-Standorten und in gleicher Weise auch für unsere Geschäftspartner in der Lieferkette von Bedeutung. Mit unseren Richtlinien und den dahinterstehenden Managementprozessen wollen wir die Einhaltung von Menschenrechten aktiv unterstützen sowie angemessene Arbeitsbedingungen sicherstellen und ethische Geschäftspraktiken anwenden. Die größten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Schutz der Menschenrechte entstehen im Rahmen der Beschaffungsprozesse, also in unserer Lieferkette.

Unser Vorgehen beim Schutz der Menschenrechte differenzieren wir je nach Warengruppe und damit verbundenem Risiko. Mit unseren Richtlinien für die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen (Non-Fuels) sowie für Uran und Biomasse lassen wir uns die Einhaltung von Menschenrechts- und Arbeitssicherheitsstandards vertraglich zusichern. Dies betrifft im Einzelnen: den Ausschluss von Kinder- oder Zwangsarbeit, den Ausschluss von Diskriminierung oder Belästigung, die Zusicherung der Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlung. Auch Besonderheiten wie die Wahrung von Landrechten bei der Biomasseerzeugung und der Uranbeschaffung sind dort geregelt. Dies gilt auch für die Kohlebeschaffung.

In der Kohlebeschaffung greift der „Bettercoal“-Kodex – der erste unternehmensunabhängige Standard für die Bewertung von Kohleminen.

Im Lieferantenbeziehungsmanagement für Non-Fuels ist die Prüfung der Menschenrechtssituation in den Prozessschritt der Lieferantenqualifizierung integriert.
Menschenrechte und Arbeitspraktiken in der Lieferkette

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind.

Es werden hierzu keine konzernweiten Daten erhoben.

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Keine Angaben

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Menschenrechtsaspekte sind Teil unserer Beschaffungsrichtlinien und Verträge mit unseren Lieferanten. Eine gesonderte, quantitative Ausweisung nach Geschäftsstandorten erfolgt zurzeit nicht.
Nachhaltige Beschaffung
Menschenrechte und Arbeitspraktiken in der Lieferkette
Lieferantenmanagement
Brancheninitiativen
Unsere Ziele

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Siehe vorheriger Indikator und weiterführende Berichtsinhalte

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Eine endgültige Aussage zu Geschäftsstandorten und Lieferanten, bei denen Menschenrechte verletzt werden oder erheblich gefährdet sein könnten, wird erst nach Abschluss der Analyse zu menschenrechtlichen Risiken unserer eigenen Geschäftstätigkeiten und in unserer Lieferkette möglich sein.
Schutz der Menschenrechte

Gemeinwesen

18. Gemeinwesen

18. Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als Wirtschaftsakteur und Energieversorger legt E.ON ein Fundament für Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen. Dieser wichtigen Rolle wollen wir auch unter den veränderten Rahmenbedingungen der heutigen Energiewelten gerecht werden und uns dafür langfristig die Akzeptanz unserer Anspruchsgruppen (Stakeholder) sichern.

Die Erzeugungslandschaft von morgen können und wollen wir nur in enger Kooperation mit den Menschen vor Ort gestalten. Daher spielen das Management unserer Stakeholder-Beziehungen, die geführten Dialoge und regionale Aktivitäten eine wesentliche Rolle.

In teils langjährigen Partnerschaften unterstützen die regionalen Einheiten zudem lokale Projekte vor Ort (Community Involvement) in den Bereichen Energie- und Umweltbildung, Klimaschutz sowie Zugang zu Energie. Ein weiterer Baustein unseres gesellschaftlichen Engagements ist der Einsatz unserer Mitarbeiter (Employee Involvement) für gemeinnützige Projekte. Die regionalen Einheiten berichten über eine Vielzahl ausgewählter Praxisbeispiele.

Unsere Netto-Wertschöpfungsrechnung zeigt, dass wir über Steuern, Abgaben und Zinsen bereits einen erheblichen finanziellen Beitrag an die Kommunen leisten; hinzu kommen nicht in die Rechnung integrierte Konzessionsabgaben von rund 250 Mio Euro.
Im Rahmen der oben beschriebenen, teils langjährigen Partnerschaften investieren wir in den Gemeinden vor Ort zum Beispiel auch in Bildung und Kultur.
Gesellschaftliches Wirken
Q&A

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Gesellschaftliches Wirken

Politische Einflussnahme

19. Politische Einflussnahme

19. Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

E.ON achtet die europäische und die jeweilige nationale Gesetzgebung der Länder, in denen der Konzern aktiv ist, und folgt den geltenden Richtlinien zur Mitwirkung in Gremien und politischen Arbeitskreisen. Wir unterstützen Entscheidungsprozesse mit unserer fachlichen Expertise und dies stets transparent für unsere Stakeholder. Als großer Energiedienstleister und als Publikumsgesellschaft konzentrieren wir uns dabei auf die Themenfelder Energie-, Umwelt- und Klimapolitik.

2014 beteiligten wir uns an Konsultationen und Diskussionen zu strategisch relevanten Themen. Hierzu gehörten unter anderem Diskussionen zu übergreifenden Themen wie zur Neufassung der EU-Klimaziele bis 2030, zur Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts (REMIT) und zur Harmonisierung der Entgeltstrukturen bei der Elektrizitätsübertragung; Letzteres insbesondere im Rahmen des von der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) initiierten Dialogprozesses. E.ON beteiligte sich außerdem intensiv an der politischen Diskussion zum Thema Gasversorgungssicherheit, die durch den Russland-Ukraine-Konflikt einen hohen Stellenwert sowohl in Brüssel als auch in den EU-Mitgliedstaaten erhielt. Darüber hinaus bringen wir unsere Expertise auch in Diskussionen um technologische Standards, wie beispielsweise in die laufende Überarbeitung der Merkblätter für die besten verfügbaren Techniken für Großfeuerungsanlagen, ein. Eine vollständige Liste der öffentlichen Konsultationen, an denen E.ON 2014 auf EU-Ebene beteiligt war, finden Sie online.

Unsere Interessen vertreten wir auch über unser Engagement in nationalen und internationalen Verbänden. Auf europäischer Ebene sind wir indirekt über die nationalen Verbände unter anderem in den Interessenverbänden der europäischen Elektrizitäts- und Gaswirtschaft – Eurogas beziehungsweise Eurelectric – vertreten. Auf nationaler Ebene engagieren wir uns in energiewirtschaftlichen Verbänden wie dem deutschen Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, bei Swedenergy, der rumänischen ACUE oder Energy UK. Auf der Seite „Dialoge“ werden weitere im Nachhaltigkeitskontext wichtige Initiativen und Mitgliedschaften aufgeführt. Unsere globalen und regionalen Einheiten sind zusätzlich in lokale Initiativen und Netzwerke eingebunden.

Wir bekennen uns zu einem transparenten Austausch mit Bürgern und Institutionen der EU. Ende 2011 haben wir uns in das EU-Transparenzregister eintragen lassen, in dem Organisationen und selbstständige Einzelpersonen aufgeführt sind, die Einfluss auf die Entscheidungsprozesse in der EU nehmen. Damit erkennen wir auch den darin enthaltenen Verhaltenskodex an. Unsere Repräsentanten autorisieren wir über das Akkreditierungsverfahren für Interessenvertreter des EU-Parlaments. Da wir die Einführung eines entsprechenden Verfahrens in Deutschland begrüßen würden, unterstützen wir entsprechende Initiativen.

Unsere Leitlinie „Zuwendungen“ legt fest, dass wir keinerlei Sach- oder Geldleistungen für staatliche Stellen oder politische Entscheidungsträger gewähren.

Gute Unternehmensführung
Interessenvertretung
Klimapolitik
Unsere Dialoge

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungindikator EFFAS G01-01
Zahlungen an politische Parteien in Prozent vom Gesamtumsatz.

Siehe G4-SO6
Gute Unternehmensführung
Interessenvertretung

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

Unsere Leitlinie „Zuwendungen“ legt fest, dass wir keinerlei Sach- oder Geldleistungen für staatliche Stellen oder politische Entscheidungsträger gewähren.
Gute Unternehmensführung
Interessenvertretung

Korruption

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

20. Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren und wie sie geprüft werden. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Mit unserem Verhaltenskodex (überarbeitete Fassung vom September 2013) verpflichten wir unsere Mitarbeiter und Führungskräfte auf wesentliche Grundsätze und Regeln für rechtmäßiges sowie verantwortungsvolles Verhalten. Dies betrifft vor allem den Umgang mit Geschäftspartnern und Trägern öffentlicher Ämter. Jeder einzelne Mitarbeiter ist verpflichtet, den Vorgaben des Verhaltenskodex bei allen Prozessen, Entscheidungen und Alltagsaktivitäten vollständig und dauerhaft nachzukommen.

Verstößen gegen den Verhaltenskodex treten wir gemäß dem „Zero Tolerance Commitment“ des Vorstands umgehend entgegen. Damit es jedoch gar nicht erst zu Verstößen kommt, geben wir unseren Mitarbeitern in den dazugehörigen Leitlinien detaillierte Handlungsanweisungen, beispielsweise für das Thema Kartellrecht oder den Umgang mit Zuwendungen und Einladungen. Eine sogenannte „Checklist Compliance“ enthält zudem eine Reihe von Prüffragen, mit deren Hilfe jeder Mitarbeiter selbst herausfinden kann, ob vorgesehene Maßnahmen mit dem Verhaltenskodex vereinbar sind.

Über den Verhaltenskodex hinaus gewährleistet unsere konzernweite Compliance-Organisation, dass E.ON-Mitarbeiter und -Führungskräfte gemäß gesetzlichen Vorgaben sowie konzerninternen Werten und Grundsätzen handeln.
Compliance und Vermeidung von Korruption

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Um regelkonformes Verhalten gemäß dem E.ON-Verhaltenskodex im Konzern zu gewährleisten, beugen wir möglichen Compliance-Risiken systematisch vor. Hierfür loten wir aus, in welchen Bereichen es zu Verstößen kommen könnte, und ergreifen vorsorglich entsprechende Gegenmaßnahmen, zum Beispiel in Form von spezifischen Schulungen für Mitarbeiter, die aufgrund ihres Tätigkeitsbereichs besonderen Risiken ausgesetzt sind. Im Jahr 2013 entwickelte und führte E.ON zu diesem Zweck ein konzernweites „Compliance Risk Assessment“ durch und legte 2014 auf Basis der Ergebnisse verschiedene Maßnahmen fest. Um möglichst zeitnah auch neue, aus aktuellen Veränderungen in den Einheiten oder im gesetzlichen Umfeld resultierende Risiken zu ermitteln und entsprechende Gegenmaßnahmen aufzuzeigen, führten wir 2014 einen auf dem „Compliance Risk Assessment“ aufbauenden, sogenannten „Necessity Check“ durch.

Nach dem „Internationalen Korruptionsindex“ (Corruption Perception Index – CPI) von Transparency International ist E.ON in zehn Ländern direkt tätig, die unterhalb des Schwellenwerts von 60 Punkten liegen. Mit Unternehmen in weiteren vier Ländern dieser Kategorie unterhalten wir Lieferantenbeziehungen. 2014 haben wir in diesen Ländern rund 10,6 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaftet (knapp 12 Mrd Euro). Um insbesondere den in diesen Ländern bestehenden Korruptionsrisiken zu begegnen, entwickelten wir 2014 einen „Compliance Check“ für potenzielle Lieferanten, der vor Aufnahme der Geschäftsbeziehungen durchgeführt wird. Ab 2015 wird dieser obligatorisch bei Neuverträgen mit Lieferanten eingesetzt.

Compliance und Vermeidung von Korruption

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

2014 kam es zu 92 Compliance-Meldungen im E.ON-Konzern. Hiervon fielen 55 in die Kategorie „Betrug“, in die auch Korruptionsvorfälle einbezogen werden. Diese werden jedoch nicht weiter unterteilt.

Compliance und Vermeidung von Korruption

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Gegen Konzernunternehmen sind verschiedene gerichtliche Prozesse (einschließlich Klagen wegen Produkthaftungsansprüchen, Preisanpassungen und angeblicher Preisabsprachen), behördliche Untersuchungen und Verfahren sowie andere Ansprüche anhängig oder könnten in der Zukunft eingeleitet oder geltend gemacht werden.
Geschäftsbericht (S. 178f.)

Eine Untersuchung der britischen Regulierungsbehörde Ofgem kam 2014 zu dem Ergebnis, dass E.ON UK zwischen 2010 und 2013 falsche Preisinformationen herausgegeben hat. Infolgedessen waren manchen Kunden des Unternehmens zu hohe Rechnungen ausgestellt worden. Außerdem hatte E.ON UK bei Vertragskündigungen unerlaubte Gebühren erhoben. In dem darauf folgenden Vergleichsverfahren verpflichteten wir uns gegenüber Ofgem, eine symbolische Strafzahlung in Höhe von 1 Pfund zu leisten und insgesamt 12 Mio Pfund (knapp 15 Mio Euro) an 333.000 bedürftige Kunden auszuzahlen.
Kundenzufriedenheit