Arbeitnehmerrechte

14. Arbeitnehmerrechte

14. Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert.

An allen Audi Standorten und Tochterunternehmen weltweit gibt es eine Arbeitnehmervertretung, die die Interessen der Mitarbeiter wahrnimmt. Alle Arbeitnehmervertreter an den europäischen Standorten des Volkswagen Konzerns sind im Europäischen Konzernbetriebsrat (EKBR) organisiert. Gemeinsam mit den weiteren internationalen Standortbetriebsräten bilden sie den Weltkonzernbetriebsrat von Volkswagen (WKBR). Um die internationale Zusammenarbeit aller europäischen Standorte und Tochterunternehmen zu verbessern, gründeten Arbeitnehmervertreter und Unternehmensleitung der AUDI AG im Oktober 2013 den Audi Europa Ausschuss. Das Netzwerkgremium diskutiert wichtige Zukunftsthemen, wie zum Beispiel den demografischen Wandel.

Der Gesamtbetriebsrat der AUDI AG hat 14 Ausschüsse und Kommissionen, etwa zu den Themen Kompetenzentwicklung, Demografie und Arbeitssicherheit/Gesundheitsschutz. Im Berichtszeitraum neu hinzugekommen sind unter anderem der Ausschuss zum internationalen Personaleinsatz, um über Ländergrenzen hinweg faire Rahmenbedingungen zu vereinbaren, sowie der Fachausschuss „Industrie 4.0“. Dieser setzt sich dafür ein, den technologischen Fortschritt für die Beschäftigten zu nutzen, sie zu entlasten und ihnen mithilfe der zunehmenden Digitalisierung beispielsweise auch flexiblere Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen.

15. Chancengerechtigkeit

15. Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern.

2007 hat die AUDI AG den Entgeltrahmen-Tarifvertrag (ERA) eingeführt, der einen einheitlichen Entgeltaufbau für alle Mitarbeiter bietet. Die monatliche Vergütung setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

• einem Grundentgelt, das sich aus den Anforderungen der Arbeitsaufgabe ergibt,
• einem Leistungsentgelt, das die persönliche Leistung widerspiegelt,
• einer übertariflichen Audi Komponente.

Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Fairness sowie gegenseitige Akzeptanz und Toleranz prägen die Unternehmenskultur von Audi. Wir schätzen die Unterschiede und vielfältigen Qualitäten unserer Mitarbeiter. Jegliche Art von Diskriminierung lehnen wir ab und stellen unsere Beschäftigten einzig aufgrund ihrer Qualifikation ein – unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Identität, Religion oder Weltanschauung. Die Leitlinien für Chancengleichheit und Gleichberechtigung bei der AUDI AG haben wir bereits im Jahr 2007 festgelegt. Auch unser Selbstverständnis und der Audi Code of Conduct – beide aus dem Jahr 2011 – sind in diesem Sinne formuliert.

Für Audi sind das Know-how und die Motivation aller Beschäftigten, ob mit oder ohne gesundheitliche Einschränkungen, wertvoll. Ein umfassendes Integrationsmanagement sowie spezielle Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsgestaltung sorgen dafür, Menschen mit Behinderung gleichberechtigte berufliche Perspektiven zu ermöglichen.

Unter dem Titel „Sie und Audi“ bietet das Unternehmen Programme an, die darauf zielen, Audi Mitarbeiterinnen auf ihrem persönlichen Karriereweg zu unterstützen. Mithilfe verschiedener Maßnahmen sollen Frauen ermutigt werden, ihre Stärken zu erkennen und weiterzuentwickeln, um möglicherweise künftig Führungspositionen zu übernehmen.

Mehr Informationen:
Sozialleistungen und Vergütung

16. Qualifizierung

16. Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen.

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber sorgt sich Audi um das Wohlergehen seiner Mitarbeiter und räumt Fitness und Gesundheit einen hohen Stellenwert ein. Seine vorbildliche Position im Gesundheits- und Arbeitsschutz will das Unternehmen angesichts des demografischen Wandels weiter festigen und seinen Mitarbeitern auch dann optimale Arbeitsplätze bieten, wenn sich ihre individuelle Leistungsfähigkeit verändert.

Damit unsere Mitarbeiter berufliche und familiäre Belange besser miteinander verbinden können, legt Audi grundsätzlich Wert darauf, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter weiter zu flexibilisieren. So besteht etwa die Möglichkeit, ein Sabbatical zu beantragen oder auf Basis eines Telearbeitsvertrags im Homeoffice zu arbeiten.

Mit der Initiative „Audi Spielraum“ bietet das Unternehmen vielfältige Möglichkeiten für die Kinderbetreuung, zugeschnitten auf die individuellen Anforderungen unserer Beschäftigten. Dazu gehören Belegplätze in Kindertagesstätten, Angebote für die kurzfristige Betreuung, zum Beispiel wenn der Kindergarten geschlossen ist oder unerwartet ein Arbeitstermin ansteht, sowie Betreuungsangebote in den Ferien. Berufliche und private Belange in Einklang zu bringen, heißt für uns auch, Mitarbeiter zu unterstützen, die pflegebedürftige Familienmitglieder zu Hause betreuen. Die Beschäftigten können sich kurzfristig bis zu zehn Tage freistellen lassen, um für Angehörige zu sorgen, die sich in einer akuten Pflegesituation befinden. Eine weitere Option ist die „Audi Pflegezeit“: Mitarbeiter können bis zu drei Jahre eine Auszeit nehmen.

Im Juli 2011 haben sich Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter auf eine Neuregelung der Altersteilzeit bei der AUDI AG verständigt und eine entsprechende Betriebsvereinbarung geschlossen. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, den Übergang vom Berufsleben in die Rente flexibel zu gestalten und zwischen zwei Modellen der Arbeitszeitgestaltung während der Altersteilzeit zu wählen.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement
Kennzahlen Mitarbeiter
Geschäftsbericht der 2014 AUDI AG – Seite 186

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Die Erhebung dieses Indikators ist für Audi nicht wesentlich.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Durchschnittliche Qualifizierungszeit je Mitarbeiter in Stunden (Jahr 2014):

Direkte Mitarbeiter: 9
Indirekte Mitarbeiter: 27
Mitarbeiter im Management: 27

Die Unterteilung von Qualifizierungszeiten nach Geschlecht ist für die Managementprozesse der AUDI AG nicht wesentlich.

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

www.audi.de/unternehmensfuehrung
Kennzahlen Mitarbeiter

Menschenrechte

17. Menschenrechte

17. Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen für die Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden.

Ziel der Beschaffungspolitik der AUDI AG ist es, Lieferanten auszuwählen, die die Qualitätsanforderungen des Unternehmens in allen Bereichen erfüllen und dazu beitragen, das Markenversprechen „Vorsprung durch Technik“ einzulösen. Um Synergiepotenziale optimal zu nutzen, wählt Audi geeignete Geschäftspartner in Kooperation mit dem Volkswagen Konzern aus. Dem Beschaffungsmanagement im gesamten VW Konzern liegt seit 2006 das Konzept „Nachhaltigkeit in den Lieferantenbeziehungen“ zugrunde.

Im Jahr 2014 haben wir zum zweiten Mal eine Erklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex abgegeben. Darüber hinaus bekennen wir uns international zu den Grundsätzen des Global Compact der Vereinten Nationen, zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, zu den Prinzipien der International Labor Organization (ILO), den Leitlinien der Organization for Economic Cooperation and Development (OECD), der Erklärung von Rio zu Umwelt und Entwicklung und der UN-Konvention gegen Korruption.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Grundsätzlich liegen der Einkauf und das Lieferantenmanagement im Aufgabenfeld der Volkswagen AG. Ein Großteil der Lieferanten beliefert mehr als eine Marke, somit ist es nicht ohne Weiteres möglich, Aussagen zu einzelnen Marken zu treffen.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Grundsätzlich liegen der Einkauf und das Lieferantenmanagement im Aufgabenfeld der Volkswagen AG. Ein Großteil der Lieferanten beliefert mehr als eine Marke, somit ist es nicht ohne Weiteres möglich, Aussagen zu einzelnen Marken zu treffen.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Grundsätzlich liegen der Einkauf und das Lieferantenmanagement im Aufgabenfeld der Volkswagen AG. Ein Großteil der Lieferanten beliefert mehr als eine Marke, somit ist es nicht ohne Weiteres möglich, Aussagen zu einzelnen Marken zu treffen.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Grundsätzlich liegen der Einkauf und das Lieferantenmanagement im Aufgabenfeld der Volkswagen AG. Ein Großteil der Lieferanten beliefert mehr als eine Marke, somit ist es nicht ohne Weiteres möglich, Aussagen zu einzelnen Marken zu treffen.

Gemeinwesen

18. Gemeinwesen

18. Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Erfolgreiche Unternehmen sind verpflichtet, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Deshalb engagiert sich Audi an seinen Standorten, national und international. Das Unternehmen fördert innovative Verkehrskonzepte, Bildungsinitiativen und Wissenschaftskooperationen, das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter und regionale Kulturangebote sowie gemeinsam mit dem Betriebsrat soziale Initiativen.

Der Einsatz für das Gemeinwohl braucht Richtlinien, die allen Verantwortlichen im Konzern als Orientierung dienen können. Deshalb hat Audi im August 2014 die Globalen Leitsätze für gesellschaftliches Engagement verabschiedet. Entstanden sind die Leitsätze in einem Prozess, an dem alle Standorte der AUDI AG teilgenommen haben. Gemeinsam verständigten sich die Standortverantwortlichen über die zentralen Fragen: Was bedeutet gesellschaftliches Engagement für Audi? Und wie präsentiert sich das Unternehmen an den jeweiligen Standorten?

Die Leitsätze umfassen fünf Handlungsfelder: Mobilität und Infrastruktur, Familie und Soziales, Gesundheit und Freizeit, Wissen und Kompetenzen sowie Natur und Umwelt. Sie legen langfristige Ziele fest und bieten Orientierungshilfen für die Auswahl und Entwicklung förderwürdiger Projekte. Dabei können die jeweiligen Schwerpunkte des gesellschaftlichen Handelns unterschiedlich sein, da jeder Standort anderen Anforderungen gegenübersteht. Ziel ist es, konstruktive Lösungen für die Herausforderungen vor Ort zu finden.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Kennzahlen Wirtschaften
Geschäftsbericht 2014 der AUDI AG – Seite 171 (Finanzielle Leistungsindikatoren)

Politische Einflussnahme

19. Politische Einflussnahme

19. Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Vielzahl landesspezifischer Rechtssysteme und -normen stellt für den Audi Konzern eine hohe regulatorische Komplexität dar. Die Einhaltung und Erfüllung der technischen sowie steuer- und zollrechtlichen Regelungen sind sicherzustellen. Hierbei sind zudem die Verschärfung der weltweiten CO2-Gesetzgebung, Zertifizierungssysteme und sicherheitsrelevante Normen zu nennen.

Beziehungen zur Politik haben einen festen Platz im Stakeholder-Management von Audi. Zum einen will das Unternehmen die Akzeptanz zukünftiger Technologien und Produkte sicherstellen. So bindet Audi Experten aus der
Politik bereits in den Prozess der Produktentstehung ein. Zum anderen unterstützt ein gutes Zusammenspiel die Lösungsfindung, wenn Unternehmen und Politik gemeinsam gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen wollen – etwa bei Zukunftsthemen wie Elektromobilität. Bei Gesetzgebungs- und Regulierungsverfahren bietet Audi sein Fachwissen und einen Austausch an. Bei Arbeitsgruppen und Dialogveranstaltungen von Behörden und Ministerien sind wir als Ansprechpartner vonseiten der Automobilindustrie gefragt und bringen unsere Perspektive in den Diskurs ein. Die Spendenrichtlinie des Audi Konzerns schließt Spenden an Parteien und Politiker aus.

Als Mitglied verschiedener Organisationen institutionalisiert Audi den Austausch mit Anspruchsgruppen. Die Zusammenarbeit in diesen Netzwerken ermöglicht es uns, geschäftsbezogenen und gesellschaftlichen Herausforderungen wirkungsvoll zu begegnen.



Mehr Informationen:
Mitgliedschaften und Partnerschaften
Förderleitline Gesellschaftliches Engagement
Globale Leitsätze für das gesellschaftliche Engagement
Audi Geschäftsbericht 2014 – Seiten 200, 242

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI SO6
Gesamtwert der Zuwendungen (Geldzuwendungen und Zuwendungen von Sachwerten) an Parteien, Politiker und damit verbundenen Einrichtungen, aufgelistet nach Ländern.

Die Spendenrichtlinie des Audi Konzerns schließt Spenden an Parteien und Politiker aus.

Korruption

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

20. Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren und wie sie geprüft werden. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Für den dauerhaften Erfolg von Audi ist es von zentraler Bedeutung, dass alle Unternehmensentscheidungen mit Gesetzen, internen Regeln und freiwilligen Selbstverpflichtungen in Einklang stehen. Um regelkonformes Verhalten (Compliance) sicherzustellen, verfolgt Audi einen präventiven Compliance-Ansatz, der darauf zielt, mögliche Regelverstöße bereits im Vorfeld auszuschließen. Die Grundlage bilden hierbei die konzernweiten Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct).

Der Bereich Governance, Risk & Compliance steuert konzernweit die Compliance-Aktivitäten. Er wird geleitet vom Chief Compliance Officer, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Unterstützt wird er von 27 Compliance Officers in den Tochtergesellschaften der AUDI AG. Als Multiplikatoren sind weiterhin 16 Risiko-Compliance-Koordinatoren in den einzelnen Geschäftsbereichen der AUDI AG eingesetzt.

2013 und 2014 wurde das Compliance-Management-System (CMS) weiter ausgebaut. Schwerpunkte des Programms bilden insbesondere präventive Maßnahmen zu den Themen Antikorruption, Vergabe von Fremdleistungen, Informationssicherheit und Kartellrecht. Das Compliance-Programm ist dabei ein wesentliches Instrument zur Schaffung einer einheitlichen Basis von Compliance-Aktivitäten im Audi Konzern.

Schulungen sind ein zentraler Teil des präventiven Compliance-Ansatzes bei Audi. Neue Mitarbeiter werden in Veranstaltungen über Compliance und die Audi Verhaltensgrundsätze informiert. Um das Schulungsangebot zu den Compliance-Fokusthemen adressatengerecht umzusetzen, hat Audi die „Compliance-Akademie“ gegründet, die Schulungen zu den Themen Antikorruption, Kartellrecht, Geldwäsche und Fremdvergaben durchführt.

Die Interne Revision und in Teilbereichen auch unsere Wirtschaftsprüfer kontrollieren kontinuierlich die Wirksamkeit des Systems. Das Risikomanagement stützt sich auf den international anerkannten Standard des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO). Treten unerwartete Ereignisse ein, die ein Sicherheits- bzw. erhebliches Vermögensrisiko für Audi bedeuten, ist zudem ein konzernweiter Ad hoc Prozess eingerichtet.

Darüber hinaus ist der Audi Konzern an das Antikorruptions-System des Volkswagen Konzerns, das Ombudsmann-System, angegliedert.

Hierbei stehen Rechtsanwälte als neutrale Ombudsmänner (schwedisch für Vermittler) zur Verfügung. Mitarbeiter und Geschäftspartner können sich an einen der Ombudsmänner, die der anwaltlichen Schweigepflicht unterliegen, wenden, wenn Hinweise auf Korruption bestehen. Alle Hinweise werden dabei streng vertraulich behandelt.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Die Erhebung dieser Kennzahl ist für Audi nicht wesentlich.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Die Audi Revision hat im Jahr 2014 sechs (2013: sieben) Fälle von Korruption im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeit bestätigt. Im Berichtszeitraum 2014 wurden sechs Personalmaßnahmen (2013: zwei) aufgrund von Korruptionsvorwürfen durchgeführt. Außerdem wurde 2014 kein (2013: ein) Arbeitsverhältnis aufgelöst. 2014 kam es im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen zu einer (2013: vier) Auflösung von Verträgen mit Geschäftspartnern.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Sanktionen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften: Keine, Nullmeldung