Arbeitnehmerrechte

14. Arbeitnehmerrechte

14. Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert.

Wir betrachten es als selbstverständlich, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammenschließen, Interessenvertretungen und Gewerkschaften beitreten, um sich dort zu engagieren. Gleiches erwarten wir bei unseren Lieferanten. Die Belegschaft des HSE-Konzerns wird von drei Spartenbetriebsräten vertreten, sodass die Rechte der Belegschaft gewahrt werden. Unsere Lieferanten beantworten einen Fragebogen, der unter anderem die Einhaltung von Menschenrechten abfragt. Des Weiteren gilt für sie ein Verhaltenskodex, der die Prinzipien des Global Compact und der ILO-Kernarbeitsnormen als Grundlage der Lieferantenbeziehung darstellt; auch in die Lieferkette unserer Lieferanten hinein. Erste Befragungen erfolgten 2013, die Auswertung, insbesondere zur Verbesserung der Erhebungsqualität, ist noch in Arbeit.

Auftragnehmer und Sublieferanten

Alle Subunternehmer des HSE-Konzerns sind für die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben im Arbeitsschutz eigenverantwortlich. Jeder Subunternehmer für Bauleistungen oder sonstige handwerkliche Tätigkeiten erhält mit dem Auftrag durch den Einkauf das Sicherheitsmerkblatt für Fremdfirmen. Im Auftrag wird auch ein Ansprechpartner genannt, der eine entsprechende Einweisung vor Ort durchführt und auf spezielle Gefahren hinweist. Subunternehmer dürfen abgeschlossene elektrische Betriebsstätten ohne Aufsicht nur betreten, wenn sie über entsprechendes Fachpersonal für die Anlagen (Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Personen) verfügen und dieses die Aufsicht führt.

Subunternehmen ohne befugte Fachkräfte bieten wir entsprechende Schulungen an. Im Rahmen der Schulung zur Zutrittsberechtigung zu elektrischen Betriebsstätten wurden im Berichtsjahr neun Schulungsveranstaltungen für Externe durchgeführt. Teilgenommen haben insgesamt 289 Personen, im Durchschnitt ca. 32 Teilnehmer je Veranstaltung. Für Anlagen, in denen aufgrund des Gefahrenpotenzials besondere Verhaltensregeln gelten, werden diese im Rahmen einer Einweisung vermittelt. Subunternehmer unserer Auftragnehmer sind verpflichtet, unsere Vorgaben entsprechend weiterzugeben.

Nachhaltigkeitsmanagement

Wir beziehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch aktiv in das Nachhaltigkeitsmanagement ein. So wird z.B. die Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement im Rahmen des Arbeitskreises Nachhaltigkeit durch mehr als 50 Nachhaltigkeitsbeauftragte unterstützt, die sämtliche Tochtergesellschaften und die wesentlichen Zentralbereiche innerhalb der HSE AG repräsentieren.

Auch im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens bringen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen zur Steigerung unserer Nachhaltigkeitsleistung ein.

15. Chancengerechtigkeit

15. Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern.

Wir achten die Chancengleichheit. Als Arbeitgeber vermeiden wir jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Identität, der Religion oder Weltanschauung, der ethnischen und/oder nationalen Herkunft, einer Behinderung oder des Alters. Sollte es dennoch zu einem Fehlverhalten kommen, korrigieren wir es.

Wir beachten das allgemeine Gleichbehandlungsgebot in der Europäischen Union: Alle Kollektiv- und Betriebsvereinbarungen und entsprechenden Prozesse innerhalb des Konzerns werden kontinuierlich auf mögliche Diskriminierungen hin überprüft. Die Führungskräfte werden über die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen informiert. So entspricht es unserem Selbstverständnis, alle Geschäftspartner gleich zu behandeln, die Rechte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und jede Form der Diskriminierung zu vermeiden und zu unterbinden. Die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes werden eingehalten, so werden z. B. alle vakanten Stellen geschlechtsneutral ausgeschrieben.

Verstöße gegen garantierte Rechte sowie das Diskriminierungsverbot wurden uns auch im Berichtsjahr 2014 nicht bekannt.

Gesundheitsmanagement und Arbeitssicherheit

Die Gesundheit unserer Beschäftigten ist ihr höchstes Gut, sie zu schützen unsere größte Verpflichtung. Dies gilt innerhalb wie außerhalb ihrer Arbeitswelt, soweit dies in unserem Einfluss steht. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz wird in Betriebsvereinbarungen verbindlich dokumentiert. Hier werden die Regelungen zwischen den Belegschaftsvertretern (Arbeitsschutzausschüssen) und den Geschäftsführungen festgehalten. Sie betreffen unter anderem die Fort- und Weiterbildung zu Arbeitsschutzthemen und Erschwernissen bei der Arbeit, zu Rufbereitschaft, Arbeitszeit, Hilfe für Suchtkranke, Verbesserungen im Arbeitsschutz, den Nichtraucherschutz, die Integrationsvereinbarung und das Eingliederungsmanagement (BEM) sowie die Bereitstellung von Arbeitskleidung und Beihilfen für Medikamente, Heil- und Hilfsmittel. Für die schnelle Hilfe im Notfall sind zudem alle Standorte mit mehr als 20 Personen ständig anwesenden Personals mit einem Automatisierten Erstdefibrillator (AED) ausgestattet. Alle Beschäftigten des HSE-Konzerns werden von den Arbeitsschutzausschüssen vertreten. Der Arbeitsschutzausschuss ist seit 2014 als Konzernausschuss etabliert. Die Leitung hat der Vorstand Personal und Infrastruktur, Herr Andreas Niedermaier. Dort werden alle Konzernmitarbeiter vertreten (100 Prozent).

Um Gesundheit und Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv zu fördern, hat der HSE-Konzern ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingerichtet. Unterricht und Schulungen rund um das Thema Gesundheit sowie die Zusammenarbeit mit der betriebseigenen Krankenkasse (HEAG BKK) sind gelebter Alltag. Zahlreiche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung wie gesundes Essen, Laufen, Schwimmen, Radfahren, Yoga und eine Rückenschule werden schon seit Jahren kostenlos angeboten, so auch im Berichtsjahr. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Ersthelferschulungen, Unterweisungen zu den Unfallverhütungsvorschriften, Präventivkurse der BKK und Angebote zu Bildschirmarbeitsplatzuntersuchungen seitens des betriebsärztlichen Dienstes. Die Resonanz ist überall groß.

Im Kontext von Veränderungen und einer großen Belastungsdichte ist ein gesundes und wertschätzendes Betriebsklima besonders wichtig. Es ist ein lohnender Dauerauftrag und geht alle an: Jung und Alt, Mitarbeitende und Führungskräfte. Guter Zusammenhalt, Verständnis und Rücksichtnahme wirken wie Belastungspuffer. Daher wurden die im Jahr 2013 unter dem Motto „Betriebsklimaschutz“ eingeführten Angebote auch im Berichtsjahr fortgeführt. Sie umfassten verschiedene Veranstaltungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für Führungskräfte, die von einem Coach mit Vorträgen und Workshops begleitet wurden.

Bei schwer wiegenden Krankheiten bietet unser sozialer Dienst individuelle Unterstützung bei der Antragstellung für Reha-Maßnahmen und Rentenanträge. Er hilft bei Versetzungen auf einen anderen Arbeitsplatz sowie beim Erstellen flexibler Arbeitszeitmodelle. Schwerkranke haben einen Anspruch auf Krankengeldzuschuss nach Ablauf der Lohnfortzahlungsfrist.

Zum Thema Gesundheit haben die Beschäftigen im HSE-Konzern mehrere Anlaufstellen:

- den Betriebsrat, wenn es um arbeitsplatzbezogene Themen wie z. B. Überlastung oder Probleme am Arbeitsplatz geht,
- die Sozialberatung im Falle von Kuren und Reha-Maßnahmen,
- den Bereich Soziales, der beispielsweise die Gesundheitsförderungsmaßnahmen initiiert und koordiniert.

Zuständig für die Sicherheit am Arbeitsplatz ist konzernweit der Arbeitsschutz der HSE. Er ist gemäß OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) zertifiziert.

Betriebliche Leistungen

Die Beschäftigten des HSE-Konzerns erhalten eine Vielzahl betrieblicher Leistungen. Beispielsweise Beihilfen für Medikamente, Heil- und Hilfsmittel, Unterricht und Schulungen rund um das Thema Gesundheit, die Möglichkeit zur Versicherung in der betriebseigenen Krankenkasse, vielfältige Sportangebote und die Möglichkeit zur Teilnahme am "Mit-Fit" Programm. Diese werden sowohl den Vollzeit- als auch den Teilzeitbeschäftigten gewährt. Lediglich in der betrieblichen Altersversorgung der HEAG Pensionszuschusskasse (PZK) sind befristet Beschäftigte ausgenommen. Es besteht jedoch bei der Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis die Möglichkeit der Nachversicherung. Die Leistungen der PZK werden nahezu von der gesamten Belegschaft in Anspruch genommen.

Verhältnis von Einstiegsgehältern zum Mindestlohn

Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leistungsgerecht und fair entlohnen. Dabei soll jegliche Diskriminierung vermieden werden. Tatsächlich liegen die Einstiegsgehälter unserer ausgelernten Auszubildenden weit über dem Durchschnitt: im Vergleich zu den Angaben des Statistischen Bundesamtes für den Mindestlohn West im Elektrohandwerk um mehr als ein Drittel. Die Gesellschaften innerhalb des HSE-Konzerns sind – mit Ausnahme der HSE Medianet – tarifgebunden. Aber auch die Vergütung der Beschäftigten der HSE Medianet liegt deutlich über dem Mindestlohn.

Gleicher Lohn für Frauen und Männer

Hinsichtlich der Gleichstellung von Frauen und Männern kommen wir im HSE-Konzern Schritt für Schritt voran; es gibt allerdings weiterhin noch Unterschiede bei den Grundgehältern von Männern und Frauen. Während der Gehaltsvorsprung der Männer in der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen leicht schrumpfte, öffnete sich die Schere bei den über 50-Jährigen weiter. Hier verdienten die Mitarbeiterinnen 2014 im Durchschnitt rund 28 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Bei den unter 30-Jährigen hat sich der Gehaltsvorsprung der Mitarbeiterinnen gegenüber den Mitarbeitern zurückgebildet. Diese Vergleiche beziehen sich auf die Grundgehälter ausschließlich der fünften Hierarchieebene, denn nur hier sind die fixen Gehälter standardisiert und ist die Datenbasis groß genug, um valide Aussagen treffen zu können. Über die Gehaltsstrukturen hinaus ist uns die Förderung des Aufstiegs von Frauen in Führungspositionen ein besonderes Anliegen.


Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

16. Qualifizierung

16. Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen.

Für den zukünftigen Unternehmenserfolg und für neues Wachstum brauchen wir die Expertise und die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies zu fördern oder gar zu steigern stellt mit Blick auf Einflussfaktoren wie den demografischen Wandel und die Vorwärtsstrategie der HSE eine große Herausforderung dar.

Im Rahmen der Vorwärtsstrategie peilen wir eine dauerhafte Ergebnisverbesserung in Höhe von 92 Millionen Euro an. Davon sollen 42 Millionen aus Einsparungen im Personalaufwand beigesteuert werden. Bereits im Berichtsjahr 2014 haben wir diesbezüglich durch einen Einstellungstopp und durch Kürzungen bei den außertariflich Beschäftigten viel erreicht. Die Größenordnung von 42 Millionen Euro zeigt jedoch, wie wichtig das Ende 2014 mit Gewerkschaften und Betriebsräten vereinbarte Personal- und Flexibilisierungskonzept für die gesamte Vorwärtsstrategie und damit für den Unternehmenserfolg der HSE ist.

Uns ist bewusst, dass die geplanten Einsparungen für niemanden angenehm sind. Aber wir haben einen fairen Interessenausgleich erzielt, der die Lasten gerecht verteilt und hilft, Arbeitsplätze zu sichern. Belegschaft, Führungskräfte und Anteilseigner leisten gemeinsam ihre Beiträge.

Unsere Personalstrategie orientiert sich daher neben den langfristigen Unternehmenszielen auch an dem Zielbild einer nachhaltigen Entwicklung der HSE. Sie muss zudem neben harten Wirtschaftlichkeitskennzahlen die besonderen Anforderungen, die sich durch heterogene Aufgabenstellungen in teilweise schwer zu erreichenden Arbeitsmarktnischen ergeben, berücksichtigen.

Als Grundlage für das konzernweite Personalmanagement wird jährlich in enger Abstimmung mit der Unternehmensplanung und den Fachbereichen die Personalplanung mit einem Planungshorizont von 5 Jahren erstellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Prognose der zukünftigen Fluktuation und dem Abgleich mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.

Eine langfristig ausgelegte Personalpolitik erfordert zudem einen bedarfsorientierten internen Stellenmarkt. Eine Voraussetzung dafür ist die jährliche Analyse der geeigneten Ausbildungsberufe und BA-Studiengänge entlang der dezentralen Bedarfe und die nah an den betrieblichen Prozessen gelegene Berufsausbildung.

Darüber hinaus werden auf der Basis jährlicher Qualifikationsbedarfserhebungen systematisch interne, externe oder auch elektronische Qualifizierungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt.

Die Personalentwicklung beinhaltet auch ein langfristig angelegtes Führungskräfteentwicklungsprogramm, das die Führungskräfte unterstützt, ein zugleich leistungs- und motivationsförderndes Arbeitsumfeld zu schaffen und sowohl die gegenwärtigen als auch zukünftigen Herausforderungen gemeinsam im Team zu bewältigen.

Neben der Qualifizierung der Führungskräfte gilt es, intern geeignete Nachwuchskräfte zu identifizieren. Diese Talente systematisch zu erkennen und in Projekten und Personalentwicklungsmaßnahmen zu fördern, ist gemeinsame Aufgabe aller Führungskräfte und des Personalbereiches, der hierfür geeignete Instrumente (Identifizierung von High Potentials, Karriereplanung) zur Verfügung stellt.

Im Rahmen der externen Personalbeschaffung wollen wir unserer Rolle in der Region gerecht werden und priorisieren den regionalen Arbeitsmarkt. So werden Kontakte mit der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt, der IHK und der Handwerkskammer gepflegt.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und partiell knapper werdenden Fachkräften wird die Auseinandersetzung mit den Themen Beruf und Familie, Stärkung der Arbeitgeberattraktivität mit Fokus auf einen höheren Frauenanteil in Fach- und Führungslaufbahnen sowie Diversity für uns an Bedeutung zunehmen.

Neueinstellungen und Personalfluktuation

Auch im Jahr 2014 haben wir vielfältige Aktivitäten durchgeführt, um jungen Menschen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern und sie für den HSE-Konzern zu gewinnen. So haben wir wiederholt an den Hochschul- und Berufsinformationstagen (hobit) in Darmstadt sowie an der 4. Darmstädter Nacht der Ausbildung teilgenommen. Dabei haben wir einen besonderen Schwerpunkt auf die technischen Ausbildungsberufe gesetzt. Hier haben wir die geringste Anzahl von Bewerbern pro Ausbildungsplatz, da die kaufmännischen Berufe und Studiengänge deutlich stärker gefragt sind. Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher haben das Angebot wahrgenommen und sich über das Spektrum unserer Ausbildung informiert.

Neue Medien, neue Wege: Um das Interesse für die Ausbildungsmöglichkeiten im HSE-Konzern auch über die neuen Medien zu kommunizieren, ermöglichten wir 2014 den virtuellen Besuch unserer Ausbildungsräumlichkeiten via Tablet. Interessierten Schülern bot sich die Gelegenheit, vom Klassenraum aus unsere Auszubildenden und die Ausbildungsräume via Videochat kennenzulernen, hautnah in die HSE-Ausbildungswelt einzutauchen und sich mit unseren Azubis auszutauschen. In einer weiteren Konferenz an drei verschiedenen Standorten konnten sich die Schüler per Live-Schaltung ein Bild über die Vielfältigkeit unserer Ausbildungsberufe machen.

Die Ausbildung in Zahlen: Insgesamt standen im HSE-Konzern am Ende des Berichtsjahres 99 junge Menschen in Ausbildung, 81 Männer und 18 Frauen. 20 neue Ausbildungsverträge wurden 2014 geschlossen, davon sieben innerhalb eines dualen Studiums, einer im Rahmen einer Umschulung. Zusätzlich hatten wir vier FOS-Praktikanten.

Programme und Prozesse zur Sicherstellung der Fachkräfteverfügbarkeit

Um den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken, werden die fachlichen sowie die persönlichen und sozialen Kompetenzen für vakante Positionen ermittelt und in den Personalanforderungen dokumentiert. Diese Unterlagen bilden die Basis für die in- oder externe Stellensuche. Je nach Anforderung werden auch Personalberatungen mit der Suche von qualifizierten Mitarbeitern beauftragt. Dies gilt insbesondere für das Recruiting von Spezialisten oder Führungskräften der oberen Leitungsebenen.

Es ist unser Ziel, konzerneinheitlich und bedarfsorientiert auszubilden, um die betriebliche Ausbildung und die Personalplanung an die aktuellen Anforderungen im HSE-Konzern anzupassen und die Qualität zu steigern. Dies gilt ebenso für BA-Studenten und junge Nachwuchsführungskräfte.

Bei der ENTEGA ist der Recruitingprozess im Bereich der Kundenbetreuung TÜV-zertifiziert.

Kompetenzmanagement und lebenslanges Lernen

Das Know-how ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt für jede Organisation zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren, und zwar auf allen Stufen, für Auszubildende ebenso wie für die langjährig Erfahrenen. Deren Wissen auf dem besten Stand zu halten, genießt daher bei der HSE einen besonders hohen Stellenwert. Hierzu bieten wir eine breite Palette interner wie externer Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Darüber hinaus werden die Beschäftigten von ihren Führungskräften individuell bei der Wahrnehmung externer Bildungsangebote mit Vereinbarungen zur Kostenübernahme und zu Freistellungsregelungen unterstützt.

Aus- und Weiterbildung werden im HSE-Konzern methodisch auf dem neuesten Stand gehalten. Dies betrifft sowohl die technische Ausstattung als auch den didaktischen Bereich. So werden unter anderem innovative Lernmethoden wie das E-Learning angeboten. Mit EMIL („Elektronisches Mittel zum integrierten Lernen“), dem Online-Schulungssystem des HSE-Konzerns, kann direkt vom Arbeitsplatz aus an Schulungen teilgenommen werden. Damit können vielfach Präsenzveranstaltungen und Workshops ebenso eingespart werden wie lästiges Anreisen. So wird auch die Umwelt weniger belastet.

Seit 2013 besteht eine konzernweite Datenbank, die den Weiterbildungsstand aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit dem Jahr 2002 dokumentiert. Sie bietet damit nicht nur die notwendige lückenlose Sicherstellung aller vorgeschriebenen Aus- und Weiterbildungen in sicherheitsrelevanten Berufsbildern, sondern sie dient auch als wertvolle Informationsbasis für Führungskräfte, wenn es um gezielte Weiterbildung geht.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Zuständig für die Sicherheit am Arbeitsplatz ist konzernweit der Arbeitsschutz der HSE. Er ist gemäß OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) zertifiziert.

In 2014 haben sich im HSE-Konzern insgesamt 41 Arbeitsunfälle ereignet; davon sind 12 Wegeunfälle.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Die Gesundheit unserer Beschäftigten ist ihr höchstes Gut, sie zu schützen unsere größte Verpflichtung. Dies gilt innerhalb wie außerhalb ihrer Arbeitswelt, soweit dies in unserem Einfluss steht. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz wird in Betriebsvereinbarungen verbindlich dokumentiert. Hier werden die Regelungen zwischen den Belegschaftsvertretern (Arbeitsschutzausschüssen) und den Geschäftsführungen festgehalten. Sie betreffen unter anderem die Fort- und Weiterbildung zu Arbeitsschutzthemen und Erschwernissen bei der Arbeit, zu Rufbereitschaft, Arbeitszeit, Hilfe für Suchtkranke, Verbesserungen im Arbeitsschutz, den Nichtraucherschutz, die Integrationsvereinbarung und das Eingliederungsmanagement (BEM) sowie die Bereitstellung von Arbeitskleidung und Beihilfen für Medikamente, Heil- und Hilfsmittel. Für die schnelle Hilfe im Notfall sind zudem alle Standorte mit mehr als 20 Personen ständig anwesenden Personals mit einem Automatisierten Erstdefibrillator (AED) ausgestattet. Alle Beschäftigten des HSE-Konzerns werden von den Arbeitsschutzausschüssen vertreten.

Der Arbeitsschutzausschuss ist seit 2014 als Konzernausschuss etabliert. Die Leitung hat der Vorstand Personal und Infrastruktur, Herr Andreas Niedermaier. Dort werden alle Konzernmitarbeiter vertreten (100 Prozent).

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Seit 2013 besteht eine konzernweite Datenbank, die den Weiterbildungsstand aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit dem Jahr 2002 dokumentiert. Sie bietet damit nicht nur die notwendige lückenlose Sicherstellung aller vorgeschriebenen Aus- und Weiterbildungen in sicherheitsrelevanten Berufsbildern, sondern sie dient auch als wertvolle Informationsbasis für Führungskräfte, wenn es um gezielte Weiterbildung geht.

Eine Auswertung der jährlichen Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter können wir systembedingt derzeit nicht zur Verfügung stellen. Es ist geplant, diese erstmals mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2015, der voraussichtlich im Juli 2016 erscheinen wird, zu publizieren.

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Wir achten die Chancengleichheit. Als Arbeitgeber vermeiden wir jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Identität, der Religion oder Weltanschauung, der ethnischen oder nationalen Herkunft, einer Behinderung oder des Alters.

Zum 31.12.2014 waren im HSE-Konzern insgesamt 2.098 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt; davon 546 Frauen und 1.552 Männer.

Der Aufsichtsrat hat sich 2013 konkrete Ziele für seine Zusammensetzung gegeben. Aufgrund der Aktionärsstruktur wurde davon abgesehen, eine konkrete Zahl unabhängiger Mitglieder festzulegen. Bei der Vorbereitung der Wahlvorschläge wirken verschiedene voneinander unabhängige Personenkreise mit, auf die das Unternehmen keine direkten Einwirkungsmöglichkeiten hat. Die Wahlvorschläge berücksichtigen die gesetzlichen Vorgaben. Bei der Zusammensetzung werden die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex im Hinblick auf Diversity beachtet, soweit nicht in der jährlichen Entsprechenserklärung eine Abweichung dargestellt wird. Im Aufsichtsrat sind derzeit zwei Frauen vertreten. Die Amtszeit des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Wir achten die Chancengleichheit. Als Arbeitgeber vermeiden wir jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Identität, der Religion oder Weltanschauung, der ethnischen und/oder nationalen Herkunft, einer Behinderung oder des Alters. Sollte es dennoch zu einem Fehlverhalten kommen, korrigieren wir es.

Wir beachten das allgemeine Gleichbehandlungsgebot in der Europäischen Union: Alle Kollektiv- und Betriebsvereinbarungen und entsprechenden Prozesse innerhalb des Konzerns werden kontinuierlich auf mögliche Diskriminierungen hin überprüft. Die Führungskräfte werden über die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen informiert. So entspricht es unserem Selbstverständnis, alle Geschäftspartner gleich zu behandeln, die Rechte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und jede Form der Diskriminierung zu vermeiden und zu unterbinden. Die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes werden eingehalten, so werden z. B. alle vakanten Stellen geschlechtsneutral ausgeschrieben.

Verstöße gegen garantierte Rechte sowie das Diskriminierungsverbot wurden uns auch im Berichtsjahr 2014 nicht bekannt.

Menschenrechte

17. Menschenrechte

17. Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen für die Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden.

Wir bekennen uns zu den im Global Compact festgelegten Grundsätzen und dem Prinzipienkatalog für verantwortungsvolle Investitionen der Vereinten Nationen. Vereinbarungen, die wir mit unseren Geschäftspartnern treffen, entsprechen den in den jeweiligen Ländern geltenden gesetzlichen Regelungen. In diesen Ländern sind die Menschenrechte geschützt.

Wir achten die Chancengleichheit, beachten das allgemeine Gleichbehandlungsgebot in der Europäischen Union und die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Wir vermeiden jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Identität, der Religion oder Weltanschauung, der ethnischen und/oder nationalen Herkunft, einer Behinderung oder des Alters. So werden z. B. alle vakanten Stellen geschlechtsneutral ausgeschrieben. Wir verurteilen Kinder- und Zwangsarbeit.

Wir betrachten es als selbstverständlich, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammenschließen und sich in Interessenvertretungen und Gewerkschaften engagieren. Diese Rechte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen wir und überprüfen alle Kollektiv- und Betriebsvereinbarungen bzw. entsprechenden Prozesse innerhalb des Konzerns kontinuierlich auf mögliche Diskriminierungen. Die Belegschaft des HSE-Konzerns wird von drei Spartenbetriebsräten vertreten, sodass die Rechte der Belegschaft gewahrt werden.

Es entspricht ebenfalls unserem Selbstverständnis, alle Geschäftspartner gleich zu behandeln. Hinsichtlich Chancengleichheit, Diskriminierungsverbot und Mitarbeiterrechten erwarten wir Gleiches von unseren Lieferanten. Unsere Lieferanten beantworten einen Fragebogen, der unter anderem die Einhaltung von Menschenrechten abfragt. Des Weiteren gilt für sie ein Verhaltenskodex, der die Prinzipien des Global Compact und der ILO-Kernarbeitsnormen als Grundlage der Lieferantenbeziehung darstellt.

Der HSE-Konzern verbürgt sich dafür, dass im Rahmen seiner Aktivitäten keine Umsiedlung von Menschen oder Pflicht-, Zwangs- bzw. Kinderarbeit stattfinden. Gleiches erwarten wir von unseren Lieferanten.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Der HSE-Konzern bekennt sich zu den im Global Compact festgelegten Grundsätzen und dem Prinzipienkatalog für verantwortungsvolle Investitionen der UN. Die im Konzern wesentlichen Investitionsentscheidungen enthalten keine Menschenrechtsklauseln. Die wesentlichen Investitionsvereinbarungen wurden mit Vertragspartnern abgeschlossen, die ihren Sitz im europäischen In- und Ausland haben. Auch Erfüllungsort der Investitionsvereinbarungen ist regelmäßig das europäische In- und Ausland. Die Vereinbarungen entsprechen den in den jeweiligen Ländern geltenden gesetzlichen Regelungen. In den betroffenen Ländern sind die Menschenrechte durch gesetzliche Regelungen geschützt.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) hat ihren Sitz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und betätigt sich mit Ausnahme einiger Erzeugungsanlagen im benachbarten europäischen Ausland ausschließlich in Deutschland. Dabei fokussiert sie sich als regionaler Anbieter stark auf die Region Rhein-Main-Neckar.

Eine systematische Prüfung im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen wurde daher bisher nicht durchgeführt.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Zur systematischen Weiterentwicklung unseres Lieferantenmanagements haben wir ein Kooperationsprojekt mit der Universität Ulm gestartet. Es soll die Lieferkette unter nachhaltigkeitsbasierten Risikoaspekten analysieren und hat darüber hinaus die Implementierung nachhaltigkeitsrelevanter Steuerungsgrößen im Beschaffungsprozess zum Ziel.

Dieser ersetzt nicht die herkömmliche Bewertung von Lieferanten aus der bisherigen Geschäftsperspektive, sondern erweitert diese um eine zusätzliche Dimension. Inhalte sind zum Beispiel die Berücksichtigung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und der Prinzipien des Global Compact sowie Angaben zu Umwelt- und Energiemanagementsystemen und zum CO2-Management. Die Fragebögen werden von den Lieferanten selbst ausgefüllt und sind die Grundlage für eine umfassende Lieferantenbewertung. Die Ergebnisse werden mit einem Scoring-Modell bewertet sowie in die Gesamtbewertung der Lieferanten integriert und führen unter anderem zur Auswahl geeigneter Lieferanten.

Die Befragung wurde bisher einmalig, im Jahr 2013, durchgeführt: An 178 ausgewählte Lieferanten haben wir eine Pilotversion des Fragebogens verschickt und insgesamt 162 Rückmeldungen erhalten. Derzeit sind wir dabei, die Rückläufer zu analysieren und Rückschlüsse auf bestehende Risiken und die Schwerpunkte zukünftiger Befragungen zu ziehen. Darüber hinaus arbeiten wir weiterhin daran, die Methodik in die operativen Prozesse zu integrieren und hinsichtlich der notwendigen IT-Unterstützung effizient zu gestalten.

Zukünftig wollen wir mit diesem Instrument unmittelbare negative Auswirkungen in unserer Lieferkette und damit mittelbar potenzielle negative Auswirkungen für die HSE reduzieren. Aber wir gehen noch einen Schritt weiter, indem wir mit dieser Methode auch Anreize für unsere wichtigsten Lieferanten setzen, den Reifegrad der Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte im eigenen Unternehmen zu stärken.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Erhebliche tatsächliche negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette sind uns nicht bekannt.

Im Rahmen der systematischen Weiterentwicklung unseres Lieferantenmanagements haben wir ein Kooperationsprojekt mit der Universität Ulm gestartet. Es soll die Lieferkette unter nachhaltigkeitsbasierten Risikoaspekten analysieren und hat darüber hinaus die Implementierung nachhaltigkeitsrelevanter Steuerungsgrößen im Beschaffungsprozess zum Ziel. Das beinhaltet auch potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte der Antwort zum Leistungsindikator G4-HR10 sowie unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Gemeinwesen

18. Gemeinwesen

18. Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Für den HSE-Konzern stellt die gesellschaftliche Verantwortung (Corporate Social Responsibility) einen wesentlichen Teil der Geschäftsgrundlage und einen integralen Bestandteil unternehmerischen Handelns dar. Wir wollen nicht nur nachhaltig und damit verantwortungsvoll handeln, wir wollen auch verantwortungsvolle Produkte und Dienstleistungen anbieten.

Die HSE und damit indirekt auch ihre Tochtergesellschaften gehören den Städten und Gemeinden und daher den Menschen in der Region. Unsere Interessen als wirtschaftlich tätiges Unternehmen sind damit letztendlich identisch mit den ihren. Wir sind ihr Arbeitgeber, sie unsere Kunden und wir alle sind Teil der Gesellschaft. Wir konzentrieren unser Produkt- und Dienstleistungsangebot zu einem wesentlichen Teil auf unsere Region. Dennoch bleiben die Auswirkungen unserer Tätigkeit – seien sie wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Art – nicht regional beschränkt. Unsere Verantwortung reicht deshalb weit über unsere Region hinaus.

Wir pflegen den intensiven Dialog mit all unseren Stakeholdern, informieren die Öffentlichkeit ebenso zeitnah wie umfassend und engagieren uns mit zahlreichen Initiativen im gesellschaftlichen Leben. Wir betrachten uns als Bürger unter Bürgern, als aktiver Partner in der Zivilgesellschaft.

Als Ausdruck unserer Verantwortung für die Region und unseres Bestrebens um Nachhaltigkeit haben wir bereits 1999 die HSE Stiftung als gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Mit der HSE Stiftung bekräftigen wir unseren Willen, unabhängig vom Marktgeschehen Verantwortung in der Region zu übernehmen. Die HSE Stiftung wird von einem Vorstand geleitet und von einem Kuratorium mit zehn renommierten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft beraten. Maßgeblich für die Entscheidungen des Stiftungsvorstandes ist die Stiftungssatzung. Zudem ist der stiftungseigene Code of Conduct zu beachten, der Grundsätze und Werte festlegt. Ziel des Verhaltenskodex ist es, eine transparente Förderkultur sicherzustellen.

Der Satzungszweck der HSE Stiftung ist breit gefächert und zielt insbesondere auf die Förderung gemeinnützigen bürgerschaftlichen Engagements. Dazu zählen Projekte und Veranstaltungen von Vereinen, Institutionen und Einrichtungen, die das Zusammenleben bereichern und identitätsstiftend für die Region sind. Förderschwerpunkte im Jahr 2014 waren die Bereiche Soziales, Kunst und Kultur, Bildung sowie Sport. So unterstützt die HSE Stiftung zum Beispiel den Werkhof Darmstadt e. V. Der Verein bereitet Jugendliche auf eine Berufsausbildung vor und bildet junge Menschen aus, die auf dem normalen Arbeitsmarkt kaum Chancen haben, einen Ausbildungsplatz zu finden. Dank der Spende der HSE Stiftung wurde ein Ausbildungsplatz geschaffen, der einem 18-Jährigen mit russischem Migrationshintergrund eine berufliche Perspektive bietet. Er will die Chance nutzen, die ihm der Werkhof mit Unterstützung der HSE Stiftung bietet. Mit viel Freude, Motivation und Engagement hat er seine Ausbildung zum Industriemechaniker gestartet.

Darüber hinaus ist es ein Anliegen der HSE Stiftung, insbesondere das bürgerschaftliche Engagement zu stärken. Die Unterstützung einer aktiven Zivilgesellschaft besitzt Hebelwirkung: Indem die HSE Stiftung ein Handeln fördert, das Vorbild und Maßstab für eine nachhaltige Entwicklung ist, will sie einen relevanten Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft leisten. Neben ihrer fördernden Tätigkeit hat die HSE Stiftung 2009 den „Darmstädter Impuls“, einen Preis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement, ins Leben gerufen. Mit der Preisverleihung will die HSE Stiftung eine Kultur der Anerkennung für ehrenamtliches Engagement schaffen und stärken. Die Preise des „Darmstädter Impuls“ sind dotiert. Sie werden in einem zweijährigen Turnus vergeben, über die Preisträger beschließt das Stiftungskuratorium.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Der HSE-Konzern erwirtschaftete im Berichtsjahr 2014 mit 2.098 Mitarbeitern eine gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent niedrigere Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) in Höhe von 1.616 Mio. Euro (Vorjahr: 1.936 Mio. Euro).

Maßgeblich verantwortlich für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse, die mit 1.608 Mio. Euro nach 1.914 Mio. Euro im Vorjahr um 306 Mio. Euro bzw. 16 Prozent niedriger ausfallen, wovon 241 Mio. Euro auf die Handelsaktivitäten und 67 Mio. Euro auf den Vertrieb von Energie an Endkunden entfallen.

Die vertriebliche Neufokussierung zeigt im Jahr 2014 positive Auswirkungen. So konnte beim Stromabsatz die an Endkunden gelieferte Menge gegenüber dem Vorjahresniveau leicht auf 6,2 Mrd. kWh gesteigert werden. Der Gasabsatz an Endkunden hat sich im Jahresvergleich witterungsbedingt auf 3,9 Mrd. kWh reduziert. Die Mengen im Großhandelsbereich wurden im Bereich Strom auf 2,8 Mrd. kWh (Vorjahr: 5,3 Mrd. kWh) und im Bereich Gas auf 0,4 Mrd. kWh (Vorjahr: 4,0 Mrd. kWh) planmäßig reduziert.

Der Wasserabsatz ist leicht um 2,7 Prozent auf 13,3 Mio. m³ gefallen. Wesentlich infolge der Änderung des Geschäftsmodells der Konzerntochter Industriekraftwerk Breuberg GmbH, die nunmehr das Gas zum Betrieb eines Heizkraftwerks liefert und nicht mehr die damit erzeugte Wärme, ist der Wärmeabsatz deutlich auf 231 Mio. kWh (Vorjahr: 434 Mio. kWh) zurückgegangen.

Der Materialaufwand als größter Einzelposten der Aufwandsseite ist leicht überproportional zur Gesamtleistung um 19,2 Prozent auf 1.256 Mio. Euro zurückgegangen. Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2014 verringerten sich um 12,8 Prozent auf 153 Mio. Euro. Während sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 2.227 auf 2.139 nur um 3,9 Prozent verringerte, ist der größere Teil des Rückgangs durch den im Vorjahr enthaltenen Einmaleffekt aus der Rückstellungsbildung für Maßnahmen der Vorwärtsstrategie zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen um 29,2 Prozent bzw. 26 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres, was in erster Linie ebenfalls aus dem Einmaleffekt der außerplanmäßigen Abschreibung des Gasturbinenkraftwerks im Vorjahr resultiert.

Aufgrund gesunkener Aufwendungen durch Sparmaßnahmen und insbesondere durch den Wegfall der letztjährigen Einmaleffekte ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinserträgen und -aufwendungen (EBIT) als maßgeblicher finanzieller Leistungsindikator des HSE-Konzerns 2014 um 39,2 Prozent auf 103 Mio. Euro nach 74 Mio. Euro im Vorjahr gestiegen. Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses, des außerordentlichen Ergebnisses und des Steueraufwands schließt der HSE-Konzern das Geschäftsjahr 2014 trotz der Verbesserung des EBIT mit –10 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro).

Dem Geschäftsverlauf entsprechend, ist die Wertschöpfung im Berichtsjahr spürbar um 12,6 Prozent von 261 Mio. Euro im Vorjahr auf 228 Mio. Euro zurückgegangen. Von der Wertschöpfung wurden im Berichtsjahr 67 Prozent für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgewendet. Dieser Wert entspricht dem des Vorjahres.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Politische Einflussnahme

19. Politische Einflussnahme

19. Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Energiewende und Klimawandel

Ausgehend vom Klimawandel hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß in Deutschland bis 2050 im Vergleich zu 1990 um mindestens 80% zu reduzieren. Zudem soll bis 2022 der Ausstieg aus der Atomkraft vollzogen werden.

Damit wurde für die Energiewirtschaft ein massiver Transformationsprozess angestoßen, die Energiewende. Der Begriff „Energiewende“ ist für uns Ausdruck des Umbaus des Energiesystems zur nachhaltigen Reduktion von Emissionen unter Beibehaltung von Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Die Energiewende hat damit klar Einfluss auf unser Kerngeschäft, von der Erzeugung über den Handel und die Verteilung bis hin zum Vertrieb. Sie wird primär von der Politik forciert, aber auch zunehmend von Technologie und Markt getrieben:

Der ordnungspolitische Rahmen unterliegt aktuell massiven und erratischen Eingriffen seitens des Gesetzgebers und der Regierung. Es findet eine intensive Diskussion zwischen Unternehmen, Verbänden und Politik statt. Hier gilt es, die in Diskussion befindlichen Modelle hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die HSE zu analysieren und unseren Standpunkt in die Diskussion einzubringen.


Technologische Umbrüche erfordern spezifisches Know-how, das für unsere Branche vor der Energiewende wenig bis keine Relevanz hatte. Wir haben dennoch frühzeitig begonnen, dieses Know-how aufzubauen und ermöglichen damit einen hohen Grad an interner Innovation. In den Zeiten vor der Energiewende konnte man das Energiesystem mit einer Einbahnstraße vergleichen: Auf den oberen Netzebenen wurde an wenigen zentralen Stellen Strom erzeugt, eingespeist und über die Verteilnetze an die Verbraucher weitergleitet. Schon heute führen zunehmend dezentrale Einspeisungen auf den unteren Netzebenen in Verbindung mit neuen Technologien zur (teil-)autarken Versorgung mit Strom dazu, dass die Energieflüsse im System mehrdirektional und volatiler werden. Mit anderen Worten: Die Wertschöpfungsstufen Erzeugung und Netz können nicht mehr isoliert betrachtet werden und Entscheidungsvorgänge werden komplexer.

Der Markt wird durch Eingriffe der Politik stark beeinflusst. Zum Beispiel ist es durch die Subventionierung der erneuerbaren Energien zu Überkapazitäten auf dem Markt gekommen und damit zu einem Preisverfall. Zudem wird im neuen System Flexibilität und wetterunabhängige Versorgungssicherheit immer wichtiger. Für diese Systemdienstleistungen sind jedoch noch eine passende Markt- bzw. Handelsplattform zu etablieren.
Die zunehmende Komplexität und Frequenz von strategischen Entscheidungen ist dabei nicht nur eine Frage von Know-how und Prozessen sondern auch von (Entscheidungs-)Kultur und Veränderungsmanagement.

Um unter diesen Rahmenbedingungen den langfristigen strategischen Erfolg der HSE sicherzustellen, haben wir im Kontext der Energiewende ein auf zwei Gremien basierendes „Radar“ etabliert, das in einem koordinierten Prozess relevante Umfeld-Informationen erfasst, analysiert und in Entscheidungen umsetzt.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Transparenz

Wir verpflichten uns zu Transparenz und orientieren unser Handeln und unsere Berichterstattung über die regulatorischen Vorschriften hinaus an allgemein anerkannten nationalen und internationalen Richtlinien und Standards. Dies gilt insbesondere beim Thema Nachhaltigkeit. Hier wollen wir auch aktive Beiträge leisten. So sind wir als Organizational Stakeholder Mitglied im Stakeholder-Netzwerk der Global Reporting Initiative (GRI). Wir beteiligen uns damit an der Weiterentwicklung der Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und tauschen mit anderen Berichterstellern Erfahrungen aus. Wir selbst berichten mit dem Berichtsjahr 2014 erstmals basierend auf den Leitlinien GRI G4. Als Mitglied des GRI G4 Pioneers Program, dem 84 Organisationen aus 38 Ländern angehören, haben wir dessen Einführung aktiv unterstützt und auf den Weg gebracht.

Darüber hinaus verpflichten wir uns auf freiwilliger Basis dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex und dem Global Compact der Vereinten Nationen. Wir sind freiwilliges Mitglied der CDP Mittelstand Initiative und setzen damit ein deutliches Zeichen dafür, dass wir den Faktor Klimawandel und seine physischen, regulatorischen und marktbedingten Konsequenzen systematisch in unsere strategische Ausrichtung, unser Risikomanagement und in unsere Unternehmenssteuerung integriert haben. Im Klimaranking 2014 des CDP haben wir mit einem Score von 89B abgeschlossen und rangieren damit in den Top 3 der teilnehmenden deutschen Energiewirtschaftsunternehmen.

Verbände und Initiativen

Als Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2013 in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategie“ sind wir Mitglied der Initiative N100. Darüber hinaus engagieren wir uns in zahlreichen weiteren Verbänden und Initiativen, die die Energiewirtschaft vertreten oder sich dem Klimaschutz und der Energiewende verpflichtet haben, bzw. pflegen die Kommunikation mit diesen, u.a.:

- Interessenvereinigung der acht größten kommunalen EVU (8KU)
- Arbeitgebervereinigung energiewirtschaftlicher Unternehmen e. V. (AVE)
- Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW)
- Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e. V. (LDEW)
- Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Politische Spenden

Es wurden im Berichtsjahr keine Zuwendungen an Parteien oder Politiker gegeben.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

Es wurden im Berichtsjahr keine Zuwendungen an Parteien oder Politiker gegeben.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Korruption

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

20. Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren und wie sie geprüft werden. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Dass wir uns an Recht, Gesetz und ethische Grundregeln halten, versteht sich von selbst. Dass wir unser Handeln dahingehend permanent überprüfen, betrachten wir als Verpflichtung. Zur Einhaltung aller Regeln im Innen- und Außenverhältnis, gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und weiteren Stakeholdern sowie zur Vermeidung von Regelverstößen hat der HSE-Konzern ein umfassendes Compliance-Management-System eingerichtet, dessen Effizienz und Effektivität permanent überprüft werden.

Wir gehen davon aus, dass sich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter im HSE-Konzern regelkonform verhalten will. Aber jeder von uns kann in eine Situation geraten, in der er gegen Regeln verstößt: entweder, weil er die Situation falsch einschätzt oder ganz einfach das Problembewusstsein oder die Kenntnis über die im konkreten Kontext richtige Verhaltensweise fehlen.

Das Compliance-Management im HSE-Konzern dient dazu, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ethisch komplexen Situationen zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen. Hierzu wurden Grundsätze und Maßnahmen zur Einhaltung relevanter Regeln und zur Vermeidung von Regelverstößen entwickelt. Diese werden in regelmäßigen Schulungen vermittelt.

Alle Beschäftigten des HSE-Konzerns können sich jederzeit und zu allen Fragen regelkonformen Verhaltens an die Abteilung Compliance wenden. Sie können Geschäftsvorhaben auf ihre Unbedenklichkeit aus Compliance-Sicht prüfen oder sich im Zweifelsfall das Annehmen bzw. Gewähren von Einladungen sowie Geschenken genehmigen lassen.

Das wesentliche Gerüst des Compliance-Managements im HSE-Konzern wurde 2012 mit der Unterstützung externer Berater errichtet und seither weiterentwickelt. Die Abteilung Compliance berichtet regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat. Neben der Prävention werden auch strafrechtliche Fragen und Hinweise zu Verstößen gegen Gesetze oder interne Richtlinien wie den Code of Conduct bearbeitet. Die Abteilung Compliance leitet dieses sogenannte „Vorfallmanagement“.

Im Compliance Committee werden aktuelle Fragen zu Vorfällen besprochen und gegebenenfalls erforderliche Schritte eingeleitet. Das Compliance Committee setzt sich aus den Leitungen der Abteilung Compliance sowie der Rechts- und Revisionsabteilung zusammen. Bei Bedarf werden Gäste aus anderen Abteilungen eingeladen. Der Compliance-Ausschuss stellt den relevanten Informationsfluss zwischen allen Bereichen sowie Tochtergesellschaften und der Abteilung Compliance sicher. Ihm gehören Mitglieder der Vorstandsbereiche, ein Vertreter des Betriebsrats, Repräsentanten mehrheitlich gehaltener HSE-Tochtergesellschaften sowie je ein Vertreter des Einkaufs und des Beauftragtenwesens an.

Alle Gesellschaften des HSE-Konzerns und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln nach ethischen Grundsätzen, die in unserem Code of Conduct (Verhaltenskodex) festgelegt sind. Er ist Bestandteil unseres Compliance-Management-Systems und legt die Regeln für das Verhalten gegenüber unseren Geschäftspartnern sowie staatlichen Organen fest. Er regelt darüber hinaus die Einhaltung kartellrechtlicher Vorgaben und den Umgang mit Geschenken und Einladungen, unter anderem durch klare Definitionen und Wertgrenzen.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Compliance Risk Assessments stellen einen Teil des Compliance-Management-Systems im HSE-Konzern dar. Die Korruptionsrisiken sind je nach Tätigkeitsfeld des jeweiligen Bereichs bzw. der jeweiligen Tochtergesellschaft sehr unterschiedlich ausgeprägt. Ein häufiges Korruptionsrisiko stellen Bestechung bzw. Bestechlichkeit dar. Dieses kann jedoch als beherrscht angesehen werden. Die Abteilung Compliance führt die Compliance Risk Assessments im Konzern durch. Dabei werden in Workshops zusammen mit den jeweils Verantwortlichen der verschiedenen Bereiche und Tochtergesellschaften des HSE-Konzerns sämtliche Compliance-Risiken, darunter auch Korruptionsrisiken, herausgearbeitet und nach Schadenspotenzial und Beherrschbarkeit der Risiken bewertet. Im Jahr 2014 wurden insgesamt sieben Tochtergesellschaften und Bereiche auf Compliance-Risiken überprüft.

In einer konzernweiten Online-Schulung wurden 2014 alle Beschäftigten, die über einen PC-Arbeitsplatz verfügen, zu Maßnahmen und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung informiert. Insgesamt verfügten im Berichtsjahr 1.633 Beschäftigte des HSE-Konzerns über einen PC-Arbeitsplatz. Davon haben im Jahr 2014 insgesamt 1.344 Beschäftigte die Schulung erfolgreich absolviert.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014


Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Im Berichtsjahr wurde ein Korruptionsvorfall innerhalb des Unternehmens bekannt, der sich in einer internen Untersuchung bestätigte. Es handelte sich um einen Fall der Rechnungsfälschung zulasten des Unternehmens. Kein Beschäftigter wurde aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt. Es wurden aber sonstige angemessene Personalmaßnahmen getroffen. In keinem Fall wurde ein Vertrag mit einem Geschäftspartner aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption beendet oder nicht erneuert. Im Berichtszeitraum wurde keine öffentliche Klage in Bezug auf Korruption gegen den HSE-Konzern oder einen Mitarbeiter des HSE-Konzerns eingeleitet.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Wesentliche Bußgelder und nicht monetäre Strafen wegen des Verstoßes gegen Rechtsvorschriften sind im Berichtszeitraum nicht bekannt geworden.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014