Strategische Analyse

1. Strategische Analyse und Maßnahmen

1. Das Unternehmen legt offen, wie es für seine wesentlichen Aktivitäten die Chancen und Risiken im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert. Das Unternehmen erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Für Audi bedeutet Corporate Responsibility, bei jeder Entscheidung ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Konsequenzen im Blick zu haben. Daher ist CR unter dem Titel „Wir leben Verantwortung” als eines von vier Handlungsfeldern in der Audi Strategie verankert. Zudem bildet das Unternehmensziel „Nachhaltigkeit in Produkten und Prozessen” die Basis der Audi Strategie. Die operative Umsetzung erfolgt in fünf Kernthemen: Wirtschaften, Produkt, Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft. Zu jedem dieser Kernthemen werden regelmäßig Ziele, Maßnahmen und die Zielerreichungsgrade festgelegt.

Ein weiteres Steuerungsinstrument ist das zentrale Risikomanagement bei Audi. Seit dem Geschäftsjahr 2013 stehen auch Nachhaltigkeitsrisiken in der Liste der Top-Risiken für das Kerngeschäft, verbunden mit einer erhöhten Aufmerksamkeit durch Entscheidungs- und Kontrollgremien.

Für den dauerhaften Erfolg von Audi ist es von zentraler Bedeutung, dass alle Unternehmensentscheidungen mit Gesetzen, internen Regeln und freiwilligen Selbstverpflichtungen in Einklang stehen. Um regelkonformes Verhalten (Compliance) sicherzustellen, verfolgt Audi einen präventiven Compliance-Ansatz, der darauf zielt, mögliche Regelverstöße bereits im Vorfeld auszuschließen. Die Grundlage bilden hierbei die konzernweiten Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct). Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln nicht nur im Hinblick auf die Einhaltung von Regeln, sondern wollen Nachhaltigkeit auch in Produkten und Prozessen entlang der kompletten Wertschöpfungskette verankern. Zuständig für die Umsetzung dieser und weiterer Standards sind der Bereich Governance, Risk & Compliance sowie die Verantwortlichen der Geschäftsbereiche und Gesellschaften.

Weitere Informationen:
Compliance und Risikomanagement

2. Wesentlichkeit

2. Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der Nachhaltigkeit einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben und wie es diese in der Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert.

Eine langfristig stabile Ergebnisentwicklung spiegelt die Ertragskraft eines Unternehmens wider. Dabei erfüllt Wachstum nur in Verbindung mit Profitabilität den Premiumanspruch der Marke Audi. So steht im Zuge einer verantwortungsvollen und werteorientierten Unternehmensführung qualitatives Wachstum im Vordergrund.

Mithilfe der 2012 implementierten „Umfeldanalyse 2025“ erfasst Audi systematisch Trends, die für die zukünftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens relevant sein könnten. Dazu zählen Megatrends wie Klimawandel, Urbanisierung und Digitalisierung, die Veränderung der Arbeitswelt und der demografische Wandel. Um zu beurteilen, welcher Trend welche Auswirkungen für Audi haben könnte, bestimmen wir Schlüsselfaktoren für jeden Trend und entwickeln Szenarien für deren unterschiedliche Ausprägungen.

Bedeutsame Schlüsselfaktoren sind zum Beispiel Antriebstechnologien oder alternative Mobilitätsformen. Auch die internationalen Standorte der AUDI AG haben sich in diesen Prozess eingebracht und ihre Sicht auf die Themen ergänzt.


Weitere Informationen zu den wesentlichen CR-Themen bei Audi finden sie hier: Wesentlichkeitsanalyse

3. Ziele

3. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Für Audi bedeutet Corporate Responsibility, bei jeder Entscheidung ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Konsequenzen im Blick zu haben. Daher ist CR unter dem Titel „Wir leben Verantwortung” als eines von vier Handlungsfeldern in der Audi Strategie verankert. Zudem bildet das Unternehmensziel „Nachhaltigkeit in Produkten und Prozessen” die Basis der Audi Strategie. Die operative Umsetzung erfolgt in fünf Kernthemen: Wirtschaften, Produkt, Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft. Zu jedem dieser Kernthemen werden regelmäßig Ziele, Maßnahmen und die Zielerreichungsgrade festgelegt.

Die Ziele für die nächsten Jahre und die dahinterstehenden Maßnahmen in den einzelnen Geschäftsbereichen haben wir in unserem CR-Programm zusammengefasst.

Die einzelnen Geschäftsbereiche der AUDI AG leiten ihre Haltungen und Ziele zur Nachhaltigkeit in ihren bereichsspezifischen Strategien von dem Unternehmensziel ab und integrieren diese in die jeweiligen Prozesse. Der Fokus auf die Reduzierung von CO2-Emissionen bei unseren Produkten und in der Produktion folgt aus dieser strategischen Zielsetzung. Im Berichtszeitraum haben wir das Nachhaltigkeitsziel auch im Hinblick auf Mitarbeiter und Gesellschaft operationalisiert, etwa im neuen Audi Führungsleitbild oder in den Leitsätzen für gesellschaftliches Engagement an den Standorten.


4. Tiefe der Wertschöpfungskette

4. Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Zum Erfolg der AUDI AG trägt nicht nur ihre eigene Innovationskraft bei, sondern auch die Leistungsfähigkeit ihrer Lieferanten. Nur eine Wertschöpfungskette, die qualitativen, ökologischen und sozialen Anforderungen entspricht, gewährleistet nachhaltig hergestellte Produkte. Audi nimmt deshalb auch seine Lieferanten in die Pflicht – eine große Herausforderung, angesichts globaler und komplexer Handelsströme.

Ziel der Beschaffungspolitik der AUDI AG ist es, Lieferanten auszuwählen, die die Qualitätsanforderungen des Unternehmens in allen Bereichen erfüllen und dazu beitragen, das Markenversprechen „Vorsprung durch Technik“ einzulösen. Um Synergiepotenziale optimal zu nutzen, wählt Audi geeignete Geschäftspartner in Kooperation mit dem Volkswagen Konzern aus. Dem Beschaffungsmanagement im gesamten VW Konzern liegt seit 2006 das Konzept „Nachhaltigkeit in den Lieferantenbeziehungen“ zugrunde. Der Konzern – und somit auch Audi – erwartet von seinen Lieferanten beispielsweise, ein Umweltmanagementsystem anzuwenden, bei der Produktion Gesundheits- und Umweltschäden zu vermeiden, Mitarbeitern Vereinigungsfreiheit zu garantieren, Diskriminierung nicht zu tolerieren, Kinder- und Zwangsarbeit auszuschließen sowie bei Arbeitszeiten und Vergütung den nationalen gesetzlichen Vorgaben und Mindestnormen zu genügen.

Darüber hinaus erwartet Audi, dass Lieferanten auch nachhaltiges Handeln ihrer eigenen Zulieferer sicherstellen. Das konzernweit gültige Konzept wird kontinuierlich weiterentwickelt: Seit 2014 beinhalten die Verträge zusätzlich zu den bisher gültigen Umwelt- und Sozialstandards ein Auditierungsrecht sowie ein Recht auf außerordentliche Kündigung bei Verstößen. Stärkere Berücksichtigung finden die Themen Korruptionsbekämpfung, Geldwäsche, Import- und Exportkontrollen sowie freies Wettbewerbsrecht.

Mehr Informationen im Audi Corporate Responsibility Report 2014:
Lieferantenbeziehungen

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI 1,2.
Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen.

Vorwort des Vorstands
Über Audi
Interview mit Prof. Rupert Stadler