Strategische Analyse

1. Strategische Analyse und Maßnahmen

1. Das Unternehmen legt offen, wie es für seine wesentlichen Aktivitäten die Chancen und Risiken im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert. Das Unternehmen erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Anfang 2014 beantwortete Fraunhofer UMSICHT folgende Frage: ''Welche Chancen und Risiken sehen wir für Fraunhofer UMSICHT bei einer konsequenten Ausrichtung auf das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung?''. Die Antworten wurden in Workshops gefunden und mit der Institutsleitung diskutiert. Sie sind transparent in einer SWOT-Analyse auf Seite 4 im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert. Ausführliche Informationen im Nachhaltigkeitsbericht auf S. 3.

Standards haben wir im Leistungsindikator G4-56 ''Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation'' berichtet.

2. Wesentlichkeit

2. Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der Nachhaltigkeit einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben und wie es diese in der Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert.

Die Nachhaltigkeitsstrategie unseres Institutes ist in unseren Forschungsauftrag eingebettet und in unseren Leitlinien verankert, z. B. in Punkt 10: "Fraunhofer UMSICHT versteht sich als Vorreiter für technische Veränderungen in den Bereichen Umwelt, Energie, Verfahrenstechnik und Sicherheit. Das Institut bringt nachhaltiges Wirtschaften, umweltschonende Technologien und umweltbewusstes Verhalten voran, um die Lebensqualität der Gesellschaft insgesamt zu verbessern."
(Die kompletten Leitlinien finden Sie hier).

Die Nachhaltigkeitsstrategie ist bei Fraunhofer UMSICHT als Ganzes entstanden und verankert. Seit 2009 nutzt das Institut als Steuerungsinstrument die Sustainability Balanced Scorecard. Innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft tauschen sich die Institute untereinander im Netzwerk Nachhaltigkeit aus und haben Vorschläge für eine Fraunhofer-Gesamtstrategie entwickelt.

Wir möchten unseren Anspruchsgruppen (Kunden, Öffentlichkeit, Politik) konkret zeigen, welchen Beitrag unsere FuE-Produkte und Dienstleistungen zur nachhaltigen Entwicklung leisten und mit ihnen in Kontakt treten, um diese Ziele gemeinsam voranzutreiben und die Lebensqualität der Gesellschaft insgesamt zu verbessern. Dazu haben wir im Jahr 2014 einen Stakeholderdialog mit Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft durchgeführt und gemeinsam eine Wesentlichkeitsmatrix (welche im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 7 zu finden ist) erstellt.

In einem ersten Workshop wurden im Januar 2014 die Aspekte/Themen erarbeitet, die die Mitarbeitenden im Nachhaltigkeitsbericht von Fraunhofer UMSICHT erwarten. Die Ergebnisse wurden geclustert und im Februar 2014 dem Institutsleitungsausschuss vorgestellt. Durch diesen erfolgte eine Priorisierung und Ergänzung. Im Juni 2014 folgte ein Workshop mit externen Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, in dem weitere für UMSICHT relevante Aspekte gefunden wurden.

In einer intensiven und fruchtbaren Diskussion wurden aus externer Sicht vor allem folgende Aspekte als besonders wichtig erachtet wurden: Mitarbeitereinbindung und Beteiligungsstrategie, »nachhaltiges Menschenbild«, Beitrag des Instituts zu Transformationsprozessen (z. B. Energiewende) und transdisziplinäre, verständliche Darstellung ("Übersetzung") wissenschaftlicher Ergebnisse in einen gesellschaftlichen Dialog.

Weitere Aspekte sind: regionale Wirkungen der FuE-Ergebnisse und UMSICHT als Impulsgeber für innovative FuE für Kunden sowie proaktive Vernetzung. Diese Aspekte wurden hauptsächlich den Feldern Personalverantwortung, Innovationsprozess, Forschungsverantwortung und gesellschaftliche Verantwortung (auch für die Region) zugeordnet.

Die Wesentlichkeitsmatrix finden Sie auf S. 7 unseres Nachhaltigkeitsberichts.

3. Ziele

3. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Anders als ein produzierender Betrieb können wir uns bedingt durch unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten keine absoluten Reduktionsziele auferlegen (z. B. im Wasser- und Energiebereich), da wir je nach Art und Umfang der Aufträge mehr Energie verbrauchen (z. B. Energiespeicher) oder Wasser (z. B. Membrantechnik). Unsere Arbeiten können aber im Endprodukt zu weniger Ressourcennutzung und Emissionen führen und wir achten darauf, die Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.

Fraunhofer UMSICHT setzt in verschiedenen Feldern (z. B. Personalentwicklung, Nachhaltigkeitsmanagement) Maßnahmen um, die im Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 30 - 31 detailliert dokumentiert sind. Beispiele hier sind Grüne IT, Grüne Beschaffung, Senkung des Papierverbrauchs und Kinderbetreuung für UMSICHT-Kinder.

Die Ziele des Instituts werden darüber hinaus im Changemaker-Manifest der Utopia-Stiftung in Form von 10 Commitments dokumentiert.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

4. Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Fraunhofer UMSICHT steht als Forschungsinstitut mit seinen Leistungen am Anfang der Wertschöpfungskette, z. T. werden Muster und einzelne Produkte erstellt. Um den Mehrwert unserer Leistungen für den Kunden/Auftraggeber weiter zu erhöhen, bedenken wir kritische Punkte mit, da Änderungen im Entwicklungsprozess einfacher und kostengünstiger umzusetzen sind. Kritische Punkte können z. B. sein: Einsatz gefährlicher Stoffe und deren Substitutionsmöglichkeiten, Verfügbarkeit von Rohstoffen (Kritikalität einzelner Materialien), Umweltauswirkungen in der Nutzungs- und Entsorgungsphase (Reparierbarkeit, Demontierbarkeit, Recyclingfähigkeit). Hier werden den Auftraggebern Handlungsalternativen und Optionen aufgezeigt.

Für unsere Kunden bieten wir die Erstellung von Nachhaltigkeitsbewertungen und Ökobilanzen nach ISO 14040/44 an.

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI 1,2.
Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen.

Fraunhofer UMSICHT berichtet nach dem Standard GRI G4.
Informationen zu dem nach G4 relevanten Leistungsindikator G4-2 finden sich auf S. 3-5 unseres Nachhaltigkeitsberichts.