Strategische Analyse

1. Strategische Analyse und Maßnahmen

1. Das Unternehmen legt offen, wie es für seine wesentlichen Aktivitäten die Chancen und Risiken im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert. Das Unternehmen erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die HSE ist der Wegbereiter einer modernen Nachhaltigkeit in der deutschen Energiewirtschaft: ökologisch verantwortungsvoll, wirtschaftlich erfolgreich und weitblickend in der Entwicklung einer innovativen und zukunftsorientierten Energieversorgung.

Auch wenn im HSE-Konzern schon vieles erreicht wurde – dieses umfassende Ziel ist nicht von heute auf morgen zu schaffen. Selbstkritisch und engagiert stellen wir uns dieser Aufgabe und integrieren das Prinzip der Nachhaltigkeit in alle Geschäftsfelder des Konzerns.

Den Aufbau eines nachhaltigen Geschäftsmodells hat die HSE vor mehr als zehn Jahren mit der Gründung der NATURpur Energie AG angestoßen. Im Zuge der Entwicklung im gesellschaftlichen und wettbewerbspolitischen Umfeld des Unternehmens hat dieser Aufbau in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen und für die HSE seit 2008 in eine konsequente Ausrichtung des gesamten Geschäftsmodells in Richtung Nachhaltigkeit gemündet.

Moderne Daseinsvorsorge bedeutet für uns, dass ergänzend zu den gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit die Forderung nach einer nachhaltigen Form des unternehmerischen Agierens getreten ist. Dies schließt sowohl die Form der Erzeugung und der effizienten Verwendung von Energie als auch die Rolle des Unternehmens als Teil der Gesellschaft und die Übernahme sozialer Verantwortung mit ein.

Nachhaltigkeit ist die Grundlage für die strategische Ausrichtung des HSE-Konzerns. Kern unseres Nachhaltigkeitsverständnisses ist die Einheit von wirtschaftlichem Erfolg mit ökologisch und gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln. Darauf basiert auch unsere Vision als Wegbereiter einer modernen Nachhaltigkeit in der deutschen Energiewirtschaft, aus der sich folgende Handlungsfelder ableiten:

- Die Herausforderungen der Energiewende für die Region nachhaltig, wirtschaftlich sinnvoll und innovativ gestalten.
- Ökologisch hochwertige und preiswerte Lösungen und Services für unsere Kunden entwickeln.
- Innovationstreiber in Sachen Ressourcenschonung und Effizienz für die Energiewirtschaft sein.
- Als kommunales Unternehmen über unser Kerngeschäft hinaus Verantwortung gegenüber unseren Anteilseignern, Mitarbeitern und der Region übernehmen.

Die Energiewende ist Herausforderung und Chance für die gesamte Energiewirtschaft. Die traditionellen Geschäftsmodelle, wie die Stromerzeugung und der regulierte Netzbereich, verlieren an Ertragskraft. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten bei den erneuerbaren Energien und der Wärmeversorgung, bei der Energieeffizienz und den intelligenten Energieanwendungen. Wir befinden uns mitten in einem historischen Umbruch und werden diesen aktiv nutzen. Unser Anspruch ist kein geringerer, als Wegbereiter einer zukunftsorientierten Energieversorgung zu sein und den Wandel wirtschaftlich erfolgreich und ökologisch verantwortungsvoll zu gestalten.

Wir haben die aus diesem Anspruch resultierenden Herausforderungen aufgegriffen und eine umfassende Vorwärtsstrategie erarbeitet, mit der wir unsere Unternehmen zukunftsfähig machen. Unsere Strategie deckt drei Dimensionen ab. Als Erstes verbessern wir unsere operative Leistungsfähigkeit. Parallel dazu bauen wir die bestehenden Geschäftsfelder aus. Außerdem erschließen wir sukzessive neue Energiedienstleistungen für den Energiemarkt der Zukunft.

Unsere Anstrengungen, den HSE-Konzern mit einem ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich nachhaltig ausgerichteten Geschäftsmodell zu führen, orientieren sich strikt an den geltenden Vorschriften und Informationspflichten sowie an anspruchsvollen, international anerkannten Nachhaltigkeitskriterien. Unsere Nachhaltigkeitsleistung steuern und überwachen wir auf Basis konkreter, daraus abgeleiteter Nachhaltigkeitsziele. Sie werden regelmäßig überprüft und fortentwickelt. Ihre Einhaltung kontrollieren wir intern laufend mit angemessenen Management- und Controlling-Systemen. Extern lassen wir die wesentlichen Bestandteile unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung von unabhängiger Seite überprüfen.

Seit 2011 entsprechen wir den Standards des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der DNK schafft Verbindlichkeit in der Offenlegung der Nachhaltigkeitsleistung. Als Unterstützer des Global Compact der Vereinten Nationen leisten wir unseren Beitrag zur weltweiten Durchsetzung der Prinzipien der Menschenrechte und einer sozial und ökologisch vertretbaren Globalisierung der Wirtschaft. Hierüber berichten wir jährlich. Des Weiteren sind wir als Organizational Stakeholder Mitglied im Stakeholder-Netzwerk der Global Reporting Initiative (GRI). Damit beteiligen wir uns an der Weiterentwicklung der Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der HSE-Konzern berichtet über das Jahr 2014 bereits auf Basis von GRI G4.

2. Wesentlichkeit

2. Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der Nachhaltigkeit einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben und wie es diese in der Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert.

Zur Bestimmung der Inhalte für unseren Nachhaltigkeitsbericht haben wir eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und dabei in den jeweiligen Phasen Identifizierung, Priorisierung und Validierung die Grundsätze zur Berichterstattung des GRI G4 (Einbindung von Stakeholdern, Nachhaltigkeitskontext, Materialität, Vollständigkeit) beachtet:

Identifizierungsphase

Ziel unserer Berichterstattung ist es, unsere ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, die wir maßgeblich beeinflussen können, transparent und verlässlich darzustellen. Für die Identifizierung der Aspekte mit signifikanten Auswirkungen haben wir zunächst eine Liste mit allen potenziell relevanten Themen im Kontext nachhaltiger Entwicklung der HSE zugrunde gelegt und dabei unter anderem folgende Quellen herangezogen:

- Sämtliche Aspekte des GRI G4 sowie des Sector Supplements für die Energiewirtschaft
- Ergebnisse vorangegangener Wesentlichkeitsanalysen der HSE
- Prinzipien des UN Global Compact
- Einschlägige Studien und Untersuchungen (z. B. GRI Topics for Sectors)
- Megatrends
- Ergebnisse von Wesentlichkeitsanalysen und Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen der Energiewirtschaft

Für die Ersteinschätzung wurden alle potenziell relevanten Themen in Dialogprozessen mit dem Stakeholderbeirat des Nachhaltigkeitsmanagements und den Nachhaltigkeitsbeauftragten des HSE-Konzerns diskutiert. In einem weiteren Schritt haben wir diese Themen hinsichtlich ihres Einflusses auf die Beurteilungen und Entscheidungen unserer Stakeholder geprüft.

Gleichzeitig haben wir eine umfassende Stakeholderanalyse durchgeführt, um die Erwartungshaltungen verschiedener Interessens- und Anspruchsgruppen bezüglich potenziell relevanter Themen angemessen zu berücksichtigen.

In einem iterativen Verfahren haben wir alle potenziell relevanten Themen in eine Aufstellung kondensiert, welche nur noch die tatsächlich relevanten Themen enthält. Diese sind die Nachhaltigkeitsaspekte der HSE und Grundlage für die nachfolgende Priorisierung.

Priorisierungsphase

Bei der Priorisierung wurde die Signifikanz wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Auswirkungen in den einzelnen Wertschöpfungsstufen des Geschäftsmodells des HSE-Konzerns bewertet. Bezüglich der Wertschöpfungsstufen unterscheiden wir zwischen solchen innerhalb und außerhalb des HSE-Konzerns. Innerhalb des HSE-Konzerns zählen dazu insbesondere die netzgebundenen Wertschöpfungsstufen (Erzeugung, Verteilung, Vertrieb) sowie Dienstleistungen. Außerhalb des HSE-Konzerns berücksichtigen wir vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen.

Jeder identifizierte Nachhaltigkeitsaspekt wurde auf jeder Wertschöpfungsstufe hinsichtlich seiner ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen eingeschätzt. Für die Bestimmung der Materialität unserer Nachhaltigkeitsaspekte wurden Schwellenwerte definiert, deren Überschreitung in mindestens einer Wertschöpfungsstufe einen Aspekt wesentlich werden lassen.

Die Ergebnisse der Priorisierung sind in unserem Nachhaltigkeitsbericht in einer Grafik dargestellt. Sie beschreibt die elf wesentlichen Aspekte für den HSE-Konzern entlang unserer Wertschöpfungsstufen und ist Grundlage für die Festlegung der Berichtsgrenzen und -inhalte.

Validierungsphase

Zur Beurteilung von Vollständigkeit und Ausgewogenheit der ermittelten wesentlichen Aspekte sind diese mit der Vorstandsvorsitzenden, Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, diskutiert und anschließend von ihr bestätigt worden. Auf deren Basis wurden die Fokuspunkte für den Nachhaltigkeitsbericht 2014 abgeleitet und diese in Standardangaben (Managementansätze und Indikatoren) für die Berichterstattung überführt.

Im Rahmen der Priorisierung zur Festlegung der Berichtsinhalte haben wir abgeleitet, welche Aspekte in welcher Stufe der Wertschöpfungskette wesentlich sind. Daraus resultiert auch, ob ein Aspekt inner- oder außerhalb der Organisation relevant ist. Innerhalb der Organisation sind alle Aspekte wesentlich. Die folgenden Aspekte sind auch außerhalb der Organisation wesentlich: Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, Emissionen, Zuverlässige Energieversorgung.

Managementansätze

Für die als wesentlich identifizierten Aspekte berichten wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht die sogenannten Managementansätze nach GRI G4:

- Energiewende und Klimawandel
- Nachhaltige Produkte und die Digitalisierung des Alltags
- Kundenzufriedenheit
- Wirtschaftliche Leistung und ökonomische Stabilität
- Beschaffung
- Forschung und Entwicklung
- Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit
- Systemeffizienz
- Emissionen
- Beschäftigung

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

3. Ziele

3. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Umsetzung der ökologischen und sozialen Herausforderungen aus unserer Nachhaltigkeitsstrategie mit geeigneten Instrumenten und Konzepten ist die Aufgabe des Nachhaltigkeitsmanagements. Nur wenn Nachhaltigkeitsaspekte in die ökonomischen Kernprozesse des Unternehmens integriert werden, können wir unsere unternehmerische Verantwortung zielführend umsetzen.

Vernetzung und Austausch der internen Bereiche und die Schaffung eines Business Case für Nachhaltigkeit eröffnen dem HSE-Konzern die Potenziale, Nachhaltigkeit unternehmerisch zu steuern und wertschöpfungsorientiert auszugestalten.

Die Etablierung eines effektiven Nachhaltigkeitsmanagements benötigt daher eine strukturelle Verankerung, muss die Erwartungen der wichtigsten Anspruchsgruppen aufnehmen, effektive Instrumente und Zielgrößen definieren und nutzen sowie einer unabhängigen Prüfung standhalten und ständig weiterentwickelt werden.

Im HSE-Konzern werden diese Aufgaben von der Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement im Konzernbereich Unternehmenskommunikation und Public Affairs wahrgenommen. Sie wird dabei von mehr als 50 Nachhaltigkeitsbeauftragten in den einzelnen Gesellschaften und Bereichen unterstützt.

Als Richtschnur für die Ableitung konkreter Zielvorgaben für die Unternehmen und Bereiche im HSE-Konzern dienen uns unsere konzernweiten Nachhaltigkeitsziele. Sie werden regelmäßig im Jahresrhythmus im Rahmen unserer integrierten Managementsysteme überprüft und auf dieser Basis fortentwickelt:

CO2-Ausstoß
CO2-Ausstoß aus Mobilität und Eigenverbrauch pro Mitarbeiter konzernweit bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 2009 reduzieren.

Eigenverbrauch
Eigenverbrauch von Energie, Wasser und Kraftstoffen reduzieren.

Materialverbrauch
Materialverbrauch reduzieren und den Anteil unter Nachhaltigkeitsaspekten unbedenklicher Materialien erhöhen. Die Abfallmenge verringern und deren Verwertungsquote steigern.

Mitarbeiter
Bewusstseinsbildung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter hinsichtlich Umwelt und Klimaschutz vorantreiben und soziale Vielfalt im Konzern fördern.

Umweltunfälle und Gesundheitsgefahren
Das Risiko von Umweltunfällen und potenzielle Gesundheitsgefahren für Mitarbeiter und Öffentlichkeit reduzieren.

Biologische Vielfalt
Biologische Vielfalt fördern und negative Umwelteinflüsse sowie die ästhetische Beeinträchtigung der Landschaft minimieren.

Kunden
Anteil des Ökostroms am Gesamtenergieabsatz erhöhen und die Energieeffizienz unserer Kunden steigern.

Umweltbewusstes Verhalten
Förderung von und Motivation zu umweltbewusstem Verhalten bei Kunden, Lieferanten, Dienstleistern und der Öffentlichkeit.

Beschaffung
Implementierung einer nachhaltigen Beschaffung als Teil des integrierten Risikomanagements.

Darüber hinaus berät der Aufsichtsrat den Vorstand im Rahmen seiner Zuständigkeiten auch bei der Entwicklung, der Bewilligung und der Aktualisierung der Absichtserklärungen, Wertaussagen oder Leitbilder, Strategien, Richtlinien und Ziele der HSE im Zusammenhang mit wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Die Führungskräfte sind an diesem Prozess ebenfalls beteiligt. Ferner wird regelmäßig ein Strategieprozess durchgeführt, bei dem die Führungskräfte eingebunden werden.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

4. Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Mit mehr als 30 Tochtergesellschaften und 25 Geschäftsstandorten in Darmstadt, Mainz, Groß-Umstadt, Heppenheim und Erbach decken wir die gesamte Wertschöpfungskette einer nachhaltigen Energieversorgung und modernen Daseinsvorsorge ab. In stark zunehmendem Maße positionieren wir uns mit einem stetig wachsenden Angebot von intelligenten Produkten und Dienstleistungen zum verantwortungsvollen Umgang mit Energie und insbesondere zur informationstechnisch getriebenen Gestaltung der Energiemärkte der Zukunft. Unsere Kunden kommen aus allen Branchen. Sie sind Privathaushalte, Gewerbe- und Industriebetriebe sowie öffentliche Einrichtungen.

Unter unserer Marke ENTEGA helfen wir unseren Kunden dabei, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen. Wir sorgen dafür, dass Ökoenergie bezahlbar ist. Und wir helfen unseren Kunden mit innovativen Dienstleistungen dabei, Energie zu sparen. Diese Ziele haben wir uns bereits vor über fünf Jahren gesetzt:

1999: Gründung von ENTEGA. Der Name setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern „EN“ für Energie und „TEGA“ für Dach.
2007: Erstes regionales Ökostromangebot.
2008: Bundesweites Ökostromangebot. Ausstieg aus der Kernkraft. ENTEGA verzichtet seit Januar beim Einkauf komplett auf Strom aus Kernkraft.
2009: Einführung von klimaneutralem Erdgas. Die Treibhausgasemissionen, die bei Förderung, Transport und Verbrennung des Erdgases entstehen, werden durch ENTEGA nachweislich kompensiert. Einstieg in die Offshore-Windenergie: Die HSE beteiligt sich an einem großen Offshore-Windpark-Projekt in der Nordsee mit einer Kapazität von 400 MW.
2012: Rückkehr zu unseren regionalen Wurzeln. Seit Juni befindet sich die ENTEGA Muttergesellschaft HSE AG wieder fast vollständig in kommunaler Hand – und verfügt so über noch mehr Spielraum, ihren Weg als Nachhaltigkeitskonzern fortzusetzen.
2013: Neuaufstellung der ENTEGA. Mit der Bündelung der ENTEGA Privat- und Geschäftskunden und der e-ben unter dem Dach der ENTEGA gewinnen wir an Schlagkraft auf dem Markt und können Prozesse für unsere Kunden weiter optimieren.

Heute sind wir einer der größten Anbieter von Ökostrom und klimaneutralem Erdgas in Deutschland und arbeiten weiterhin daran, den Menschen ausgezeichneten Service und grüne Energie zu günstigen Preisen zu bieten.

Das ENTEGA-Konzept gegen den Klimawandel gliedert sich in drei Stufen:

CO2 vermeiden:
Der einfachste Weg, CO2 zu reduzieren, ist, es gar nicht erst entstehen zu lassen. Deshalb erzeugen wir bei ENTEGA Ökostrom komplett CO2-frei aus Wind- und Wasserkraft, Solarenergie und Biomasse. Das verbessert die Klimabilanz von Haushalten und Unternehmen und ist eine wirksame Waffe gegen den drohenden Klimawandel.

CO2 reduzieren:
Auch mit unseren Energieeffizienzdienstleistungen lässt sich CO2 vermeiden. Unsere Experten identifizieren Einspar- und Effizienzsteigerungspotenziale. Das schützt nicht nur das Klima, sondern hilft Privatpersonen und Firmen auch dabei, Energiekosten zu sparen.

CO2 ausgleichen:
Noch können nicht alle CO2-Emissionen vermieden werden. Deshalb neutralisiert ENTEGA diese durch Investitionen in Waldschutz- und Aufforstungsprojekte. Denn Wälder gehören zu den wirkungsvollsten Absorbern von CO2.

Die umfassenden Produkte und Dienstleistungen zur Energieeffizienz im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung stellen ein besonders zukunftsträchtiges Geschäftsfeld dar. ENTEGA identifiziert bei ihren gewerblichen und privaten Kunden, Baugesellschaften und Unternehmen der öffentlichen Hand Einspar- und Effizienzpotenziale und bietet ihnen Unterstützung bei den hierfür erforderlichen Maßnahmen an. Ergänzt werden diese durch spezifische Angebote und Dienstleistungen im Anlagenbau (Heizung, Sanitär, Lüftung, Klima, Kälte und regenerative Energien) sowie bei der Wartung technischer Anlagen.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014


Lieferkette

Ein Großteil der ökologischen und sozialen Auswirkungen ergibt sich in der Lieferkette. Wir können nicht nachhaltig sein, wenn unsere Beschaffungskette dies nicht ist. Nachhaltigkeit in der Beschaffung ist daher ein Thema, das einerseits in der Öffentlichkeit an Bedeutung gewinnt und andererseits allein aus Risikogründen ein vernünftiges betriebswirtschaftliches Kalkül darstellt.

Wir übernehmen daher Verantwortung innerhalb unserer Lieferkette, indem wir von unseren Zulieferern erwarten, dass sie selbst und bezüglich ihrer eigenen Lieferkette die Einhaltung von Menschenrechten, Arbeitnehmerrechten, Umweltschutzbestimmungen sowie Arbeitssicherheits- und Antikorruptionsbestimmungen sicherstellen und die Beziehungen zu regional ansässigen Lieferanten fördern und intensivieren.

Zur systematischen Weiterentwicklung unseres Lieferantenmanagements haben wir ein Kooperationsprojekt mit der Universität Ulm gestartet. Es soll die Lieferkette unter nachhaltigkeitsbasierten Risikoaspekten analysieren und hat darüber hinaus die Implementierung nachhaltigkeitsrelevanter Steuerungsgrößen im Beschaffungsprozess zum Ziel.

Dieser ersetzt nicht die herkömmliche Bewertung von Lieferanten aus der bisherigen Geschäftsperspektive, sondern erweitert diese um eine zusätzliche Dimension. Inhalte sind zum Beispiel die Berücksichtigung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und der Prinzipien des Global Compact sowie Angaben zu Umwelt- und Energiemanagementsystemen und zum CO2-Management. Die Fragebögen werden von den Lieferanten selbst ausgefüllt und sind die Grundlage für eine umfassende Lieferantenbewertung. Die Ergebnisse werden mit einem Scoring-Modell bewertet sowie in die Gesamtbewertung der Lieferanten integriert und führen unter anderem zur Auswahl geeigneter Lieferanten.

Die Befragung wurde bisher einmalig, im Jahr 2013, durchgeführt: An 178 ausgewählte Lieferanten haben wir eine Pilotversion des Fragebogens verschickt und insgesamt 162 Rückmeldungen erhalten. Derzeit sind wir dabei, die Rückläufer zu analysieren und Rückschlüsse auf bestehende Risiken und die Schwerpunkte zukünftiger Befragungen zu ziehen. Darüber hinaus arbeiten wir weiterhin daran, die Methodik in die operativen Prozesse zu integrieren und hinsichtlich der notwendigen IT-Unterstützung effizient zu gestalten.

Zukünftig wollen wir mit diesem Instrument unmittelbare negative Auswirkungen in unserer Lieferkette und damit mittelbar potenzielle negative Auswirkungen für die HSE reduzieren. Aber wir gehen noch einen Schritt weiter, indem wir mit dieser Methode auch Anreize für unsere wichtigsten Lieferanten setzen, den Reifegrad der Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte im eigenen Unternehmen zu stärken.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Wesentlichkeitsanalyse

Im Rahmen der Bestimmung der Inhalte unseres Nachhaltigkeitsberichtes nach GRI G4 haben wir auch untersucht, wie signifikant die wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der wesentlichen Aspekte in den einzelnen Wertschöpfungsstufen des Geschäftsmodells des HSE-Konzerns sind.

Bezüglich der Wertschöpfungsstufen unterscheiden wir zwischen solchen innerhalb und außerhalb des HSE-Konzerns. Innerhalb des HSE-Konzerns zählen dazu insbesondere die netzgebundenen Wertschöpfungsstufen (Erzeugung, Verteilung, Vertrieb) sowie Dienstleistungen. Außerhalb des HSE-Konzerns berücksichtigen wir vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen.

Innerhalb der Organisation sind alle identifizierten Aspekte wesentlich. Die folgenden Aspekte sind auch außerhalb der Organisation wesentlich:

- Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen
- Emissionen
- Zuverlässige Energieversorgung

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2014

Leistungsindikatoren (KPI)