Strategische Analyse

1. Strategische Analyse und Maßnahmen

1. Das Unternehmen legt offen, wie es für seine wesentlichen Aktivitäten die Chancen und Risiken im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert. Das Unternehmen erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Zur Erreichung der Unternehmensziele findet bei SAGA GWG ein ganzheitliches und systematisches Chancen- und Risikomanagement Anwendung. Dieses integrierte Risikomanagementsystem ist zentraler Bestandteil der Unternehmensplanung und -steuerung, mit dem Chancen und Risiken sowohl frühzeitig als auch ganzheitlich erkannt und gesteuert werden.

Mit Blick auf eine ausgewogene Entwicklung des Hamburger Wohnungsmarktes hat der Senat der Stadt Hamburg mit der Wohnungswirtschaft das „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ vereinbart. Die Bündnispartner haben sich dabei auf folgende Maßnahmen und Zielsetzungen verständigt: Neben der Intensivierung des Wohnungsneubaus stehen energetische Modernisierungen hinsichtlich der klimapolitischen Zielsetzung im Vordergrund. Weitere wesentliche Bausteine sind eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik sowie eine integrative Quartiersentwicklung.

Die Nachhaltigkeit ist in diesem Zusammenhang in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht von zentraler Bedeutung. Dabei führt das gleichermaßen auf wirtschaftlichen Erfolg und soziale Verantwortung ausgerichtete Geschäftsmodell eines Bestandhalters zu einer tendenziell risikoavers ausgerichteten Geschäftstätigkeit. Basis der langfristigen Betrachtungen zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung bilden dabei das Unternehmenskonzept sowie ergänzende Neubau- und energetische Strukturkonzepte. Diese werden über eine mittelfristige Wirtschaftsplanung, ein umfangreiches Immobilienportfoliomanagement sowie ein ausführliches Berichtswesen konkretisiert.

Damit wird der Bestand weiter optimiert und das Portfolio zukunftsfähig und bedarfsgerecht erweitert. Die sich bietenden Chancen zur Stabilisierung und Gestaltung der Quartiere und die damit verbundenen Mietenpotenziale werden nachhaltig umgesetzt.

Geschäftsbericht 2012 S. 30-31, S. 52-53

2. Wesentlichkeit

2. Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der Nachhaltigkeit einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben und wie es diese in der Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert.

SAGA GWG steht für eine sichere und sozial verantwortliche Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum. Als langfristig orientierter Bestandshalter ist die zentrale Aufgabe zu angemessenen Mieten für den sozialen Ausgleich in den Quartieren zu sorgen.

Die nachhaltige und integrierte Stadtteilentwicklung ist für SAGA GWG eine tragende Säule des Geschäftsmodells. Dabei steht zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität eine aktive Gestaltung der sozialen und nachbarschaftsorientierten Vermietung im Vordergrund.

Attraktive und sozial stabile Quartiere sind aber nicht nur das Ergebnis des Engagements von SAGA GWG, sondern gleichermaßen und wiederum Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. SAGA GWG ist ein sozial verpflichteter, wirtschaftlich auf die Erzielung einer angemessenen Eigenmittelrentabilität gerichteter Konzern.

SAGA GWG verfolgt auf dem Gebiet der energetischen Standards, durch die bewusste Aus-formulierung einer E³nergie-Strategie (EnergieEffizienz – EnergieEinsparung – Erneuerbare Energie), eine nachhaltige Entwicklung.

Die Nachhaltigkeit ist für SAGA GWG sowohl in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht von zentraler Bedeutung.

Geschäftsbericht S. 53 / E³nergie-Strategie

Energetisches Strukturkonzept

3. Ziele

3. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Im Rahmen des „Bündnis für das Wohnen“ hat der Hamburger Senat den Bau von 6.000 neuen Wohnungen pro Jahr als Ziel ausgegeben. SAGA GWG leistet mit Baubeginnen von 1.000 sozial geförderten Wohnungen pro Jahr einen Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes. Die Neubauten werden überwiegend im KfW-70 Standard gebaut, um neben den sozialen auch die energetischen Zielsetzungen zu erreichen.

SAGA GWG steht zu den im Bündnis für das Wohnen in 2011 vereinbarten Zielen, bis 2020 die Endenergieverbräuche für die Beheizung ihrer Wohnungen auf 133 kWh/m² jährlich und den CO2-Ausstoß auf 25 kg/m² jährlich zu begrenzen.

Die Mitglieder des Vorstandes und leitende Angestellte erhalten neben einer Jahresgrundvergütung eine - nach oben begrenzte - variable Vergütung, die sich aus Zielerreichung der abgeschlossenen Ziel- und Leistungsvereinbarung bestimmt und für das jeweilige Geschäftsjahr festgelegt wird. Hierbei handelt es sich um ökonomische, ökologische und soziale Leistungen. Mit Hilfe unserer Balanced Scorecard werden die Ziele auf Basis konkreter Kennzahlen transparent im Unternehmen kommuniziert.

Den unterschiedlichen Interessen der Stakeholder wird durch eine aktive Kommunikation Rechnung getragen. Ein interaktiver Austausch (u.a. Mitarbeit in Stadtteilgremien, jährliche Mitarbeitertagungen zur Unternehmensentwicklung, Mieterfeste, jährliche Kundenzufriedenheitsanalysen, Dienstleistungsbefragungen, Bilanzpressekonferenz, aktive und umfassende Unternehmenskommunikation) mit allen Anspruchsgruppen soll Transparenz und Teilhabe gewährleisten.

Unsere Stakeholder sind folgende Dialoggruppen:

Engeres Umfeld des Unternehmens: Mieter, der Anteilseigner FHH, Mitarbeiter, Aufsichtsrat, Lieferanten und Dienstleister

Weiteres Umfeld: Politik, Verwaltung, Presse und Branchenvertreter

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

4. Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als kommunales Unternehmen mit einem regionalen Wohnungsbestand wirken wir über unsere Auftragsvergabe als Mittelstandsmotor und Konjunkturstütze der regionalen Wirtschaft.

Seit 2008 gilt für SAGA GWG mit der Grundwerteerklärung ein gemeinsames Unternehmensleitbild. Die Erklärung ist als „Code of Conduct“ konzipiert, der die relevanten Compliance-Regeln für integres Verhalten des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festhält. Dazu gehören Grundregeln zur Mitarbeiterführung, zu Kundenbeziehungen, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zum Datenschutz, zum Umweltschutz und zur Arbeitssicherheit. Im Rahmen unserer Geschäftsbeziehungen weisen wir auf die BME-Verhaltensrichtlinien und deren faire, nachhaltige und ethische Handlungsgrundsätze hin und lassen uns von unseren Geschäftspartnern/Lieferanten die Einhaltung der Verhaltensrichtlinien bestätigen.

Code of Conduct

Leistungsindikatoren (KPI)

Leistungsindikator GRI 1,2.
Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen.

Geschäftsbericht 2012 S. 30-31, S. 52-53