Strategische Analyse

1. Strategische Analyse und Maßnahmen

1. Das Unternehmen legt offen, wie es für seine wesentlichen Aktivitäten die Chancen und Risiken im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert. Das Unternehmen erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als Genossenschaftsbank handeln wir von jeher nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Den genetischen Code dazu liefert unser Geschäftsmodell: Unser Unternehmenszweck ist auf den langfristigen Erfolg unserer Mitglieder ausgerichtet. Mit diesem Förderauftrag ist ein nachhaltiger Wertschöpfungsprozess als integraler Bestandteil unseres täglichen Geschäfts definiert. Seit über 150 Jahren leisten wir einen messbaren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung und einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

Mit unserem krisenfesten, genossenschaftlichen Geschäftsmodell, dessen Unternehmenszweck, per Satzung- und Genossenschaftsgesetz schon auf die gesellschaftliche Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil ausgerichtet ist, sind wir langfristig Zukunftsfähig. Durch die Nähe zu Kunden und Eigentümern mit gut ausgebildeten, langjährig und regional eingebundenen Mitarbeitern entstehen durch oftmalige, wiederholte Verlässlichkeit, ein hohes Maß an Kompetenz und unbedingte Rechtschaffenheit vertrauensvolle Kundenbindungen von langer Dauer. Gleichzeitig wird den für Finanzdienstleister typischen Reputationsrisiken vorgebeugt.

Die genossenschaftliche Meinungsbildung mit der jährlichen Vertreterversammlung, dem Aufsichtsrat, der überwiegend aus regionalen Unternehmern besteht, und dem Kundenbeirat sichert Stabilität und Kontrolle, bietet demokratische Teilhabemöglichkeiten und fördert den gesellschaftlichen Dialog zu wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragestellungen in und für die Metropolregion Hamburg.

Neben den strukturellen Merkmalen, die eine nachhaltige Entwicklung garantieren und der kulturellen Prägung, die unser genossenschaftliches Handeln elementar bestimmen, kommt in Hamburg eine verhaltenscodierende Besonderheit dazu: die hanseatische Tradition des Ehrbaren Kaufmanns. Mit unserem Nachhaltigkeitsbericht auf Basis der Standards des DNK wollen wir dies ab sofort transparent kommunizieren.

-> Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns auf S.9 in unserem Nachhaltigkeitsbericht ANSPRUCH

2. Wesentlichkeit

2. Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der Nachhaltigkeit einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben und wie es diese in der Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert.

Genossenschaftliches Geschäftsmodell: Nachhaltiges Handeln sowie Verantwortung für die Gemeinschaft sind der überprüfbare Kern unserer Unternehmenskultur als Genossenschaftsbank.
Unsere Existenzberechtigung verwirklichen wir durch die per Genossenschaftsgesetz und Satzung festgelegte Verpflichtung, unsere Eigentümer wirtschaftlich zu fördern. Damit ist die Mitgliedschaft das Fundament der Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ (eG), strategischer Kristallisationspunkt unserer geschäftlichen Ausrichtung sowie unserer wirtschaftsethischen Bestimmung: die gesellschaftliche Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil. Allein eine maximale Steigerung der Eigenkapitalrentabilität wäre hierfür unzureichend, da Rentabilität ab einer gewissen Höhe nur durch das Eingehen exorbitanter Risiken oder durch unfaire Preisgestaltung gegenüber Kunden erreichbar ist.

Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft: Die Mitarbeiter der Hamburger Volksbank kümmern sich nach dem Genossenschaftsprinzip wie ein Ehrbarer Kaufmann um die gesellschaftlichen Belange ihrer Region und stabilisieren sowie stärken die regionalen Wirtschaftskreisläufe. Indem wir wertorientiert und verantwortungsvoll handeln, können wir langfristig erfolgreich sein und die strengen Nebenbedingungen erfüllen, die mit dem Begriff der Nachhaltigkeit im finanzwirtschaftlichen Sektor gefordert sind: eine laufende mikro- und makroökonomische Nutzenstiftung für die Realwirtschaft, eine kontinuierlich strenge Rechtskonformität, gesellschaftliche Akzeptanz, sowie die Fähigkeit, Krisen aus der eigenen Wirtschaftskraft zu bewältigen.

Die grundlegenden Aktivitäten eines Finanzdienstleisters umfassen die realwirtschaftlichen Basisfunktionen - sichere Anlage von Ersparnissen, qualitativ hochwertige Wertpapierberatung, die Bereitstellung eines sicheren Zahlungsverkehrs, nachhaltige Kreditversorgung und die Unternehmens- inklusive Finanzberatung.

Gemäß dem Regionalprinzip arbeiten für in und für die Metropolregion Hamburg. Nachhaltiges Wirtschaften selbst zu praktizieren, wie auch die Förderung des langfristigen Erfolgs unserer Mitglieder sehen wir als einen wichtigen Schlüssel für eine zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Mit diesem Förderauftrag ist ein nachhaltiger Wertschöpfungsprozess als Kern unseres täglichen Geschäfts definiert.

So sind wir eng in mittelständische Netzwerke eingebunden und wollen das Thema Nachhaltigkeit in einem aktiven Dialog verstärkt in den Fokus unserer Anspruchsgruppen rücken.

Herausforderungen denen wir begegnen sind FinTechs, Unternehmen die über das Internet mit neuen Geschäftsideen klassische Aufgaben von Kreditinstituten übernehmen. Zusätzlich sind die steigenden Anforderungen durch die Regulierungsbehörden besonders für kleine und mittelständische Kreditinstitute eine umfangreiche Aufgabe, die innovative Lösungen erfordert.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen ist die Hamburger Volksbank gut aufgestellt. Dem Subsidiaritätsprinzip folgend lösen wir Probleme eigenständig und nutzen dort wo die Anforderungen zu groß werden das Know-how unserer genossenschaftlichen Verbundpartner.

Umwelt- und Klimaschutz: Zum nachhaltigen Wirtschaften gehört für uns auch die zunehmende Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Besondere Einsparpotenziale sehen wir in der umweltgerechten Gebäudeausstattung -und Sanierung sowie einer nachhaltigen Materialbeschaffung.

Seit 2004 tragen wir die Auszeichnung „UmweltPartner der Stadt Hamburg“ und nehmen an dem Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ teil. In Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg werden wir unsere Handlungsmöglichkeiten prüfen, bisherige Maßnahmenfelder ausbauen und unsere Datenbasis zukünftig durch geeignete Instrumente verbessern, um Erfolge sicht- und messbar zu machen.



3. Ziele

3. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Mit unserem 1. Nachhaltigkeitsbericht haben wir uns für die Zukunft 17 konkrete Nachhaltigkeitsziele gesetzt. So wollen wir beispielsweise unser Umweltmanagement systematisieren um Verbräuche zu messen, Energiesparmaßnahmen auf ihren Erfolg hin zu überprüfen und neue Maßnahmen anzustoßen. Bei unseren Produkten wollen wir Kriterien bei der Kreditvergabe erarbeiten, um sowohl durch Ausschlusskriterien als auch durch ein Anreizsystem positive Nachhaltigkeitsleistungen bei der Kreditvergabe zu berücksichtigen. Operationalisiert werden die Aufgaben teamübergreifend unter Aufsicht des Gesamtvorstands. Die Zielkontrolle erfolgt durch unsere Anspruchsgruppen in den genossenschaftlichen Gremien und die jährliche Publikation des Nachhaltigkeitsberichts. Zusätzlich prüfen wir die Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in den Balanced ScoreCards.

-> Nachhaltigkeitsziele S.31

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

4. Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als Genossenschaftsbank handeln nach dem Regionalprinzip in und für die Metropolregion Hamburg. Durch unseren Förderauftrag und die damit streng risikoorientierte Erfüllung der realwirtschaftlichen Basisfunktionen – die sichere Anlage von Ersparnissen, qualitativ hochwertige Wertpapierberatung, sicherer Zahlungsverkehr, nachhaltige Kreditversorgung und die Unternehmens- inklusive Finanzberatung – stabilisieren und stärken wir die regionalen Wirtschaftskreisläufe.

Wir betrachten Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg und sind davon überzeugt, dass Unternehmen nur dann langfristig erfolgreich sein können, wenn sie weitsichtig, solide und verantwortungsvoll handeln. Wir beweisen unsere regionale Leistungsstärke auch in der bedarfsorientierten Zusammenarbeit mit den Spezialinstituten der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Damit erfüllen wir unsere Kernfunktion als genossenschaftliches Kreditinstitut: unseren Kunden ein komplettes Spektrum an erstklassigen Finanzdienstleistungen aus einer Hand anzubieten. Gleichzeitig greifen wir bei geschäftsstrategischen Entscheidungen auf das gemeinsam verankerte Werteverständnis innerhalb unser genossenschaftlichen Organisation zurück. So sind seit 2013 alle Gruppenunternehmen Mitglied im UN Global Compact und bekennen sich damit zur Umsetzung, Offenlegung und Förderung der zehn weltweit geltenden sozialen und ökologischen Prinzipien verantwortungsvollen Handelns.

Bei unseren Eigenanlagen werden neben einem Höchstmaß an Qualitäts- und Risikoanforderungen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen der Hamburger Volksbank auch ethische Vorgaben zur Strukturierung der Eigenanlagen berücksichtigt. Durch die qualitätsorientierte Festlegung der Emittenten sowie die quantitative Begrenzung von Positionen wird möglichen Risikokonzentrationen vorgebeugt. Der größte Anteil unserer Eigenanlagen liegt bei der DZ Bank. Mit einem negativen Screening schließt die genossenschaftliche Zentralbank Investments aus, die ethischen, ökologischen oder sozialen Kriterien nicht entsprechen, wie zum Beispiel Verstöße gegen den Umweltschutz, Menschenrechte und Sozialstandards, Wettbewerbs- und Steuergesetze sowie in Bezug auf Korruption. Seit dem Frühjahr 2013 bietet die DZ Bank Gruppe keine Anlageprodukte mit Agrarrohstoffen mehr an und hat sich damit komplett aus dem Geschäft mit Nahrungsmittelspekulationen zurückgezogen.

Den größten Teil unserer Dienstleistungskette machen regionale Dienstleister aus. Zukünftig werden wir beim Einkauf einen verstärkten Fokus auf ökologische und soziale Kriterien richten. Dafür wird eine Nachhaltigkeitserklärung in unseren Dienstleistungsverträgen etabliert.

Leistungsindikatoren (KPI)