Strategische Analyse

1. Strategische Analyse und Maßnahmen

1. Das Unternehmen legt offen, wie es für seine wesentlichen Aktivitäten die Chancen und Risiken im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert. Das Unternehmen erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als besonders herausfordernd erachten wir - auch im Hinblick auf unsere Mitbewerber - die sozialen Bedingungen für unsere Mitarbeiter, denen wir ein sozialverträgliches Arbeitszeit- und Überstundenmodell sowie gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten wollen. Auf diese Weise wollen wir gute Mitarbeiter halten, bzw. gewinnen und eine hohe Diversität in unserem Unternehmen sicherstellen.
Im Bereich der Ökologie sind wir Vorreiter in der Veranstaltungsbranche. Wesentlich, wenn auch im Vergleich mit produzierenden Unternehmen gering, ist hier vor allem der Verbrauch von Ressourcen und die zugehörigen Emissionen, die durch den Betrieb (Elektrizität und Heizung) unserer Veranstaltungsorte verursacht werden. Diese minimieren wir, indem wir zu 100% Ökostrom beziehen und auch eigene Blockheizkraftwerke in Kraft-Wärme-Kopplung, bzw. Photovoltaikanlagen betreiben. Bedingt in unserem Einflussfeld, jedoch mit hohem Einflussgrad, liegen die durch die Anreise der Veranstaltungsteilnehmer verursachten Emissionen. Hier haben wir versucht, durch das Angebot der CO2-Kompensation von Veranstaltungen sowie mit speziellen Veranstaltungstickets der Deutschen Bahn Anreize für eine umweltverträgliche Durchführung von Veranstaltungen zu schaffen. Aufgrund mangelnder Nachfrage denken wir derzeit darüber nach, dieses Angebot aus unserem Portfolio wieder zu entfernen.
Alle internen Veranstaltungen kompensieren wir jedoch grundsätzlich hinsichtlich der anfallenden Treibhausgasemissionen.
Die Unternehmensziele entlang der Dimensionen Ökonomie, Ökologie, und Soziales werden jährlich im Rahmen des EMAS-Management Audits festgelegt und nach deren Wirkungsgrad und Umsetzbarkeit priorisiert. Als gesellschaftliche Herausforderungen, vor deren Hintergrund wir unsere Unternehmensziele reflektieren, sehen wir insbesondere den Klimawandel und die fortschreitende Verknappung von Ressourcen sowie soziale Ungleichheit. Unsere Unternehmensziele sollen daher einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in Form effizienter Ressourcennutzung, umweltfreundlicher Betriebstätigkeit und Maßnahmen für mehr soziale Gerechtigkeit leisten. Eine Kontrolle der Zielerreichung erfolgt jährlich innerhalb des EMAS-Management Audit durch eine Soll-Ist-Analyse.

2. Wesentlichkeit

2. Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der Nachhaltigkeit einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben und wie es diese in der Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert.

Unsere Vision ist es, uns als nachhaltiger Veranstaltungsdienstleister auf dem Markt zu etablieren und unser Portfolio kunden- und serviceorientiert zu erweitern. Unsere geschichtsträchtigen, ausstrahlungs- und charakterreichen, kurzum besonderen, Veranstaltungsorte sollen unseren Kunden den Rahmen für besondere Veranstaltungen geben - ergänzt durch unseren professionellen Full-Service rund um die Veranstaltung.
Nachhaltigkeit soll in unserem Unternehmen dabei zugleich grundlegende Managementregel, als auch verpflichtende Leitlinie eines jeden Mitarbeiters sowie einer jeden Mitarbeiterin sein - nicht nur in ökologischer Hinsicht. Wir legen darüber hinaus besonderen Wert auf die Partizipation unserer Mitarbeiter/innen und haben dementsprechend gemeinsam unser Unternehmensleitbild entwickelt. Darin sind unsere Leitlinien als serviceorientierter Dienstleister mit ökologisch ausgerichtetem Profil, einer kooperativen und wertschätzenden Unternehmenskultur nebst kontinuierlicher Verbesserung festgehalten. Garant für die Realisierung dieses Leitbildes ist unser kompetentes und dynamisches Team.
Zusätzlich bekennen wir uns zu den Leitsätzen der „Fairpflichtet“-Kampagne der deutschen Veranstaltungsbranche.

3. Ziele

3. Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Basierend auf dem 2012 eingeführten EMAS-Umweltmanagementsystem wollen wir unser unternehmerisches Wirken auf ein nachhaltigkeitsorientiertes Management erweitern sowie unsere Nachhaltigkeitsberichtserstattung verbessern. Dafür haben wir in Zusammenarbeit mit zwei Studierenden des Studiengangs „Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement“ der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin eine Nachhaltigkeitsanalyse unseres Unternehmens durchgeführt. Aus der Kennzahlenerhebung und der zugehörigen Mitarbeiterbefragung konnten wir aktuelle Entwicklungsfelder ableiten und konkrete Veränderungsprojekte definieren.
Die daraus abgeleiteten Ziele beziehen sich zunächst darauf, unsere Mitarbeiter besser zu informieren, als auch ihnen noch mehr Möglichkeiten der Mitsprache zu eröffnen. Wir haben sie daher in einer Informationsveranstaltung über unser Umweltmanagementsystem eingehend informiert und werden ein internes Vorschlagswesen einführen sowie die Personalbedarfsplanung systematisieren und kommunizieren. Darüber hinaus planen wir, unsere Kunden in die Produktentwicklung einzubeziehen, um so die bereits etablierte Erfassung der Kundenzufriedenheit nach jeder Veranstaltung zu erweitern.
Ferner haben wir ökologisch orientierte Handlungsziele in der Erweiterung unseres Bio-Catering-Angebots (Mittag- und Abendessen grundsätzlich als Bio-Catering anbieten) sowie dem Einsatz energieeffizienterer Beleuchtungstechnik (Austausch konventionelle Leuchtmittel durch LED-Beleuchtung) festgelegt.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

4. Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Unsere Wertschöpfungskette besteht aus dem Marketing und Vertrieb für unsere Eventlocations, der Eventplanung, der Beschaffung aller für die Veranstaltungen notwendigen Materialien, der Erbringung der Dienstleistung in unseren Räumlichkeiten sowie dem Prozess der Weiternutzung bzw. Entsorgung der Reststoffe nach Eventdurchführung.
Wir legen auch in unserer Beschaffung sehr großen Wert auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien und bewegen uns damit deutlich über dem Branchenstandard. Bereits jetzt müssen unsere Hauptlieferanten einen Nachhaltigkeitsfragebogen ausfüllen. Dieses Instrument dient vor allem der Bewusstseinsschaffung bei unseren Lieferanten. Bis diese alle jedoch unsere nachhaltigen Beschaffungsrichtlinien erfüllen, wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Wenn es um Anschaffungen geht, sind die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter/innen zu einer umfassenden Recherche verpflichtet, um die nachhaltigeren Produkte zu identifizieren. Wir sind davon überzeugt, dass sich dieser Mehraufwand langfristig auch ökonomisch rechnen wird. Dabei bevorzugen wir die Zusammenarbeit mit lokalen Lieferanten und solchen Lieferanten, die eine Minimierung oder - falls nicht anders möglich - ein einfaches Recycling der Verpackung anstreben.
Als nächste Ziele in diesem Bereich wollen wir in unserer Beschaffung den Anteil an Lieferanten und Produkten erhöhen, die unseren höchsten Nachhaltigkeitskriterien genügen sowie unser Catering auf 100% Bio-Produkte als internen Standard erweitern.

Leistungsindikatoren (KPI)